Lästerschwester: Über schlechten deutschen Musikgeschmack

Also Kinder…. ich habe mich ja jetzt schon eine ganze Weile schwer zusammen gerissen. Aber bevor ich zerplatze, wie eine Leberwurst in zu enger Pelle (höhöhö…), MUSS ich mich hier mal kurz verbal erleichtern. Hach, mein Puls ist schon wieder auf mindestens 691…..

Leute, was bitteschön haben denn deutsche Landsleute für einen schlechten Geschmack???
Wie war denn das neulich beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest??? 12 Teilnehmer, darunter unfassbar gute Songs, die ins Ohr gehen, gute Laune verbreiten und garantiert große Chancen auf einen erneuten Sieg hätten und was wählt das deutsche Publikum???
Cascada??
Diskoscheiße, die klingt, als käme sie aus der Retorte?
Hat irgendein Anrufer auch nur im entferntesten nachgedacht?
Dass „Glorious“ wirklich dem Siegertitel des Vorjahres ähnelt?
Dass es auch beim diesjährigen Eurovision Song Contest wieder mindestens 6 weitere Titel geben wird, die in ähnlichem Diskoformat gemastert sind und deren Interpreten ebenfalls mit Wallemähne, Windmaschine, Kurzröckchen, High Heels und Glitzerkram auf der Bühne stehen?

…. Tsssssssss…..

Okay… ich gebe ja zu, dass die Akustik der Halle schwer zu wünschen übrig ließ beim Vorentscheid und dass die wirklich guten Acts irgendwie seltsam übersteuert bzw. gar nicht gut gemischt klangen, was ihnen den Anstrich des Nicht-Singen-Könnens verlieh. Die Agentin 0815-Lästerschwester in mir setzt sofort zu Verschwörungstheorien an……. *grübel*…

Und ich gebe außerdem zu, dass Geschmäcker durchaus verschieden sind. Aber liebe Leute…. was war denn das für ein billiges Outfit von Cascada???
Dieser kurze (viel zu kurze) Minirock, an den man für den Bühneneffekt fix noch ne Gardine angenäht hatte. Die Korsage, die die recht kräftigen Oberarme der Interpretin unschön schlabbernd zur Geltung brachten und Schuhe, die leider auch die Stämmigkeit der kurzen Beine unvorteilhaft betonten. Im Netz las ich bereits von der Diskriminierung des Körpers von Cascada. Da kann ich wirklich nur mit den Augen rollen. Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn eine Frau auch weibliche Formen hat und diese zeigen möchte. Das Outfit allerdings, das Cascada an besagtem Abend trug, war schwer von der Billig-Fraktion. Ich möchte sehr hoffen, dass die Stylisten der Tante bis Malmö noch einen Geistesblitz erfahren und Cascada ein wirklich umwerfendes Modell anziehen, damit wir wenigstens stylingtechnisch nicht auch noch am Pranger stehen.
Außerdem müsste ich sonst leider auch über den deutschen Beitrag und Auftritt herziehen, wenns soweit ist. Stimmts, Peter Urban??

Und damit Ihr jetzt mal alle kapiert, was Ihr da draußen verpasst habt, präsentiere ich Euch meine ganz persönliche Top 3 der Teilnehmer, die es nach Malmö hätten schaffen sollen, weil sie meiner Meinung nach eine reale Chance auf den Sieg gehabt hätten:

1. Betty Dietrich „La La La“
Süßes Schwedenfraulein mit Hang zu Möpsen. In Malmö aufgewachsen. Absoluter Ohrwurm, der sofort Gute Laune macht. Der hätte den ESC so gerockt!!!
2. Mia Diekow „Lieblingslied“
Ebenfalls ein ganz toller Ohrwurm. Man kann nicht aufhören mitzuswingen.
3. Ben Ivory „The Righteous Ones“
Eine tolle Mischung aus Depeche Mode, Kraftwerk und Hurts. 80er Jahre-Style. Kraftvoll und ausdrucksstark.
Ich muss mich dringend beruhigen, sonst bin ich wirklich geplatzt bis zum 18. Mai. Da hilft jetzt nur eins: ich brauche dringen ein Eierlikörchen…..
Prösterchen meine Lieben!
Eure Lästerschwester

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4 comments

  • Danke! Ich dachte schon, ich sei total bekloppt,weil ich als einzige Mia Diekow gut fand.
    Ich sag‘ nur: Germany – 0 Points…

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  • Ich habe das absolut nicht mitverfolgt und möchte meine Meinung diesbezüglich zurück halten, aber so viel sei gesagt: GÖTTLICHES FOTO! 😀

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  • Ich höre Blitzkids mvt. und Ben Ivory dann eben so – auf youtube oder wo auch immer… Und was Cascade mit ihrer jämmerlichen „Euphoria“-Kopie als Vertreter für Deutschland betrifft: Jeder blamiert sich eben so gut er kann :-)

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