2026 feiern wir immer noch Beautyinterview-Jubiläum und aus diesem Grund trefft ihr hier und da eine Frau wieder, deren Interview ihr hier vielleicht schon einmal gelesen habt. Aber in 10 Jahren verändert sich manchmal auch ein bisschen was. Conny und ich kennen uns seit über 10 Jahren. Sie ist, genau wie Cla von Glamupyourlifestyle und auch ich, eine Bloggerin der ersten Stunde und schrieb über Mode, als kaum jemand wusste, was ein Blog überhaupt ist. Auf den ersten Bloggertreffen waren wir irgendwann eine recht eingeschworene Truppe und mit dem Einzug von Social Media und einer immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne unserer LeserInnen fiel auch die Bloggerszene nach und nach ein bisschen auseinander. Der Lauf des Lebens eben. Einige Kontakte haben sich bewahrt und deshalb freue ich mich heute wie verrückt, dass Conny uns noch einmal die Ehre erweist.
Seid ihr gespannt? Na dann mal los! Conny hat eine so schöne Einleitung geschrieben und die möchte ich euch keinesfalls vorenthalten:
Bevor wir loslegen, liebe Anja: Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, dass du mich nach fast zehn Jahren noch einmal zu deinem Beautyinterview eingeladen hast. Gerade in unserer ziemlich schnelllebigen Onlinewelt finde ich die Idee hinter deinem Jubiläum besonders schön: noch einmal zu den Frauen zurückzukehren, die schon vor Jahren Teil dieser Reihe waren, und zu schauen, was sich seitdem verändert hat.
Fast zehn Jahre später dieselben Themen noch einmal zu beantworten, ist tatsächlich ein bisschen wie eine Zeitreise. Nur mit mehr Lebenserfahrung und vermutlich deutlich mehr Pflege im Badezimmer. Vielen Dank, dass ich wieder dabei sein darf.
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Conny, sag doch mal…
Stellst du dich bitte kurz vor? Was sollen oder dürfen die LeserInnen über dich erfahren?
Ich bin Conny, 52 Jahre alt, lebe im Münchner Umland und blogge seit 2013 auf conny-doll- lifestyle.de über Mode, Beauty und all die anderen Dinge, die das Leben interessanter machen. Dazu kommt Instagram und mein ganz normaler Vollzeitjob in einem großen Medienunternehmen. Wobei „ganz normal“ bei dieser Kombination natürlich relativ ist.
Ich bin außerdem Ehefrau, Mutter von zwei inzwischen ziemlich erwachsenen Kindern und teile mein Zuhause mit einem Golden Retriever und einem Kater. Damit dürfte zumindest geklärt sein, wer bei uns tatsächlich das Sagen hat.
Mein Schwerpunkt auf dem Blog ist Mode und Lifestyle für Frauen jenseits der 40 und 50, wobei ich mit dieser ganzen Altersbeschriftung inzwischen immer weniger anfangen kann. Mich interessiert viel mehr, was uns gefällt, was zu unserem Leben passt und womit wir uns wohlfühlen.
Und jetzt sitze ich tatsächlich zum zweiten Mal bei der Schminktante im Beautyinterview. Das erste Mal war im April 2017. Allein dieser Satz ist schon eine relativ effektive Konfrontation mit dem Thema Älterwerden.
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Wie definierst du für dich den Begriff Schönheit? Was empfindest du als schön?
Schönheit ist für mich viel weniger perfekt geworden. Natürlich mag ich schöne Dinge, Mode, Make-up, tolle Haut und all den Beautykram. Alles andere wäre in diesem Interview jetzt auch einigermaßen unglaubwürdig.
Aber wirklich schön finde ich Menschen, die lebendig wirken. Humor, Neugier, Freundlichkeit und eine gewisse Gelassenheit machen für mich wahnsinnig viel aus. Ein Gesicht darf Spuren haben. Ich finde nur nicht, dass man deshalb verpflichtet ist, jede einzelne davon begeistert zu feiern.
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Was ist für dich das Schönste am Älterwerden …?
Dass ich viel besser weiß, was zu mir passt. Im Kleiderschrank genauso wie im Leben. Mit 52 muss ich nicht mehr jeden Trend mitmachen und auch nicht mehr jede Meinung über mich zu meiner eigenen machen.
Natürlich ist diese berühmte Altersgelassenheit nicht an jedem Dienstagmorgen um 7:15 Uhr gleichermaßen ausgeprägt. Aber grundsätzlich finde ich es sehr angenehm, mich selbst inzwischen ziemlich gut zu kennen.
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… und worauf könntest du dabei gut und gerne verzichten?
Auf die Tatsache, dass der Körper offenbar beschlossen hat, immer wieder neue kleine Überraschungsprogramme freizuschalten. Die Haut braucht plötzlich mehr Pflege, während das Kinn gleichzeitig meint, Pickel wären eine hübsche Erinnerung an 1989. Das hätte ich persönlich nicht gebraucht.
Und Schlaf wäre noch so ein Thema. Früher war eine kurze Nacht wenigstens meistens selbst verschuldet und hatte eine gute Geschichte. Heute kann es passieren, dass das Gehirn um 3:47 Uhr beschließt, wir könnten jetzt gemeinsam mal die Steuererklärung durchgehen. Auch darauf könnte ich verzichten. Und ehrlich gesagt müsste ich auch nicht jedes einzelne Wechseljahressymptom persönlich kennenlernen.
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Wechseljahre werden zunehmend in der Öffentlichkeit thematisiert. Wie wichtig findest du öffentliche Aufklärung und den Austausch, der damit einhergeht?
Sehr wichtig. Vor allem, weil Frauen dadurch überhaupt erst Worte und Zusammenhänge für Veränderungen bekommen, die sie erleben. Wechseljahre sind ja nicht bei jeder Frau gleich und auch nicht jedes Zipperlein ab 45 ist automatisch hormonell bedingt. Aber Wissen hilft ungemein dabei, den eigenen Körper besser zu verstehen und gegebenenfalls auch gezielter Unterstützung zu suchen.
Ich finde es gut, dass inzwischen offener über Schlaf, Haut, Stimmung, Hormone und all die anderen Veränderungen gesprochen wird. Was ich allerdings nicht brauche, ist, daraus den nächsten Optimierungswettbewerb zu machen. Es gibt nicht die eine perfekte Wechseljahresfrau, die nur das richtige Morgenritual finden muss und dann hormonell ausgeglichen durch den Tag schwebt. Genauso wenig kann ich mit dem Satz „Da musst du halt durch“ anfangen. Natürlich muss ich da durch. Aber deswegen darf ich doch trotzdem darüber reden, mich informieren und nach Lösungen suchen.
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Gibt es einen Tipp, den du Frauen in den Wechseljahren aus eigener Erfahrung mit auf den Weg geben magst?
Sich informieren und die eigenen Veränderungen ernst nehmen, ohne sich dabei selbst permanent zu beobachten. Es gibt nicht den einen Wechseljahresfahrplan und schon gar nicht die eine Lösung, die für jede Frau funktioniert.
Wenn etwas die Lebensqualität beeinträchtigt, würde ich mir fachliche Unterstützung suchen und mich nicht mit „Das ist jetzt halt so“ abspeisen lassen. Und unabhängig davon finde ich es wichtig, etwas zu haben, bei dem man sich körperlich stark erlebt. Bei mir ist das Krafttraining. Nicht als weiteres Optimierungsprojekt, sondern weil mir das Gefühl guttut, meinem Körper etwas zuzutrauen.
Und manchmal darf man die Wechseljahre auch einfach Wechseljahre sein lassen und über etwas anderes reden. Das hilft ebenfalls erstaunlich gut.
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Woher kommt dein Faible für Mode und Outfits?
Das war eigentlich schon immer da und ist ganz sicher auch auf meine Oma zurückzuführen. Sie war Schneiderin und hat uns als Kinder oft Röcke und Kleider genäht. Leider habe ich ihr Talent überhaupt nicht geerbt. Nähen, Stricken, Häkeln, bei all diesen Dingen wurden mir zuverlässig zwei linke Hände mitgegeben. Das hat mich übrigens schon in der Schule genervt.
Der Blog hat meine Liebe zur Mode also nicht ausgelöst, sondern nur sehr viel sichtbarer gemacht. Mich interessiert an Kleidung vor allem, was man damit machen kann. Ein Teil kann in völlig unterschiedlichen Kombinationen ganz anders wirken. Genau das macht Mode für mich spannend.
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Wie wichtig sind dir modische Trends?
Ich schaue sie mir gerne an, aber ich betrachte Trends eher als Buffet und nicht als Dienstanweisung. Ich nehme mir das, worauf ich Lust habe, und lasse den Rest stehen.
Mit 52 hat man außerdem den unschlagbaren Vorteil, dass man erstaunlich viele Trends schon einmal erlebt hat. Bei manchen freue ich mich über das Wiedersehen. Bei anderen denke ich: Nein, wirklich nicht. Wir haben das beim ersten Mal schon abschließend geklärt. Und dann gibt es Trends, die ich früher niemals mitgemacht hätte und heute plötzlich großartig finde. Weiße Socken zum Beispiel. Man sollte also offenbar niemals nie sagen.
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Weißt du immer direkt, was du anziehen sollst? Machst du Outfitpläne? Oder bist du vor dem Kleiderschrank eher spontan?
Nein, ich weiß definitiv nicht immer sofort, was ich anziehen soll. Das wäre zwar für eine Fashionbloggerin eine fantastische Kernkompetenz, aber leider wurde sie mir nicht mitgeliefert.
Für Kooperationen und bestimmte Termine plane ich natürlich. Da überlege ich vorher, welche Teile zusammenpassen könnten. Trotzdem entscheidet sich vieles erst beim Anziehen. Farben sehen in echt anders aus als auf dem Bildschirm, Proportionen funktionieren manchmal nur in meinem Kopf und gelegentlich stellt der Spiegel fest, dass wir die gesamte Idee noch einmal neu verhandeln sollten.
Im Alltag bin ich deutlich spontaner. Und manchmal ist das Outfit, über das ich am wenigsten nachgedacht habe, am Ende das beste.
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Designer, Fast Fashion oder Second Hand?
Querbeet. Ich bin da überhaupt nicht dogmatisch. In meinem Kleiderschrank hängen besondere Designerstücke genauso wie Mode von deutlich günstigeren Marken. Entscheidend ist für mich eher, ob ich etwas wirklich gerne und häufig trage und ob es zu meinem Stil passt.
Second Hand finde ich spannend, bin aber ehrlich gesagt keine Münchner Second-Hand-Koryphäe. Insofern, liebe Anja, könnte es mit deiner gewünschten Führung durch die besten Läden schwierig werden. Vielleicht machen wir es einfach andersherum: Du recherchierst die Läden und ich komme mit. Zusammen durch München bummeln würde ich nämlich sofort.
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Bist du eher ein Beautyjunkie oder hältst du es im Badezimmer eher pragmatisch?
Darüber musste ich beim Lesen meines alten Interviews wirklich lachen. 2017 fand ich allein das Wort „pragmatisch“ im Zusammenhang mit meinem Beautysortiment noch ausgesprochen komisch. Offenbar hat das Alter also doch irgendeinen erzieherischen Effekt.
Heute würde ich sagen: Beautyjunkie im Herzen, deutlich pragmatischer im Badezimmer. Ich kann mich immer noch wunderbar für Seren, Cremes und neue Texturen begeistern. Meine Haut teilt diese Begeisterung inzwischen allerdings nicht mehr uneingeschränkt und besitzt ein ziemlich konsequentes Vetorecht.
Spätestens seit meiner perioralen Dermatitis habe ich meine Routine stark reduziert. Morgens Pflege und Sonnenschutz, abends lieber wenige gezielt ausgewählte Produkte als sieben Schichten, bei denen am Ende niemand mehr weiß, wer eigentlich was tun sollte. Weniger ist bei mir inzwischen tatsächlich öfter mehr. Hätte ich 2017 vermutlich selbst nicht geglaubt.
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Wie hast du für dich die passende Pflegeroutine gefunden? Bist du ihr treu oder wechselst du die Routinen auch hin und wieder?
Vor allem durch Ausprobieren und inzwischen viel genaueres Beobachten meiner Haut. Früher habe ich wahrscheinlich schneller gedacht: Tolles Produkt, her damit. Heute frage ich eher: Braucht meine Haut das überhaupt?
Meine Routine ist deshalb keine Religion. Sie verändert sich, wenn meine Haut sich verändert. Feuchtigkeit ist inzwischen ein ziemlich großes Thema in meinem Beauty-Game. Meine Haut braucht heute deutlich mehr davon als früher und ich merke sehr schnell, wenn sie zu wenig bekommt. Gleichzeitig reicht Feuchtigkeit allein bei mir inzwischen auch nicht mehr immer aus.
Der Rest meines Gesichts verlangt durchaus nach etwas mehr Pflege, während meine Kinnpartie zuverlässig daran erinnert, dass man es auch übertreiben kann. Meine Haut ist also ziemlich gut darin, mir täglich neue Arbeitsaufträge zu erteilen.
Ich setze auf viel Feuchtigkeit, ausreichend Pflege für die Hautbarriere, Sonnenschutz und abends gezielt Wirkstoffe. Und Hals und Dekolleté bekommen inzwischen selbstverständlich etwas ab. Das hätte ich vor zehn Jahren ruhig schon konsequenter machen können.
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Gibt es ein Beautyprodukt, das für dich ein echter Gamechanger in deiner Beautyroutine war oder ist?
Wenn ich mich auf eines festlegen muss, ist es tatsächlich Sonnenschutz. Nicht gerade die glamouröseste Antwort in einem Beautyinterview. Und besonders lustig ist, dass ich schon 2017 bei dir erzählt habe, wie konsequent ich damit inzwischen bin. Wenigstens kann ich also behaupten, dass ich mir in einem Punkt treu geblieben bin.
SPF 50 gehört für mich heute morgens selbstverständlich dazu. Bei Wirkstoffen mag ich außerdem Retinal sehr gerne, aber konsequenter Sonnenschutz ist wahrscheinlich der Schritt, von dem meine Haut langfristig am meisten hat. Manchmal sind die langweiligen Antworten leider die vernünftigsten.
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Wir werden ja alle nicht jünger. Wie gehst du damit um, dass sich auch deine Haut mit zunehmendem Alter verändert?
2017 habe ich dir auf eine ähnliche Frage geantwortet, dass ich damit weniger souverän umgehe, als mir lieb ist. Und ehrlicherweise könnte ich das an manchen Tagen immer noch unterschreiben. Ich bin also in den vergangenen knapp zehn Jahren nicht plötzlich zur Zen-Meisterin vor dem Badezimmerspiegel geworden.
Aber mein Umgang damit hat sich verändert. Meine Haut ist 52, natürlich verändert sie sich. Sie wird trockener, verliert Spannkraft und reagiert heute anders als mit 30. Das darf so sein. Gleichzeitig muss ich nicht so tun, als würde ich morgens begeistert applaudieren, wenn eine neue Falte eingezogen ist.
Ich mag Beauty, ich pflege meine Haut gerne und möchte frisch und gepflegt aussehen. Für mich widerspricht sich das überhaupt nicht mit einem entspannten Umgang mit dem Älterwerden. Ich muss nicht jede Falte lieben. Aber ich möchte auch nicht jeden Morgen gegen mein eigenes Gesicht antreten.
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Hat sich deine Einstellung zu Hautpflege und Make-up über die Jahre verändert? Was machst du heute anders als vor 10 Jahren?
Das Lustige ist: Schon 2017 habe ich bei dir behauptet, ich würde nicht mehr so viel ausprobieren. Aus heutiger Sicht muss ich darüber ein bisschen lachen. Offenbar war „weniger“ damals noch ein ziemlich dehnbarer Begriff.
Heute benutze ich tatsächlich bewusster und insgesamt weniger. Ich achte stärker darauf, was meine Haut gerade braucht, und nicht darauf, welches Produkt theoretisch noch irgendwo zwischen Serum Nummer zwei und Creme Nummer drei passen könnte. Sonnenschutz ist weiterhin gesetzt, Feuchtigkeit und eine gute Pflegebasis sind für mich heute noch wichtiger geworden und mit Wirkstoffen gehe ich gezielter um.
Auch beim Make-up hat sich etwas verändert. Es soll mir Frische geben und Spaß machen und nicht möglichst viel verdecken. Vielleicht ist das überhaupt der größte Unterschied zu früher: Ich versuche weniger, etwas zu korrigieren, und mehr, das hervorzuheben, was ich mag.
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Eins meiner Beautymantren lautet: Tuschen Baby, Tuschen! Verrätst du uns, welches deine liebste Mascara ist und warum?
Ich habe tatsächlich zwei Favoriten, beide von Sisley. Die „So Intense Mascara“ liebe ich vor allem wegen ihres Bürstchens, das fast wie ein kleiner Kamm funktioniert. Bei meinen eher überschaubaren Wimpernbeständen erwischt sie ziemlich zuverlässig jede einzelne und trennt sie schön voneinander. Am liebsten kombiniere ich sie mit der „Phyto-Noir Mascara“ in Schwarz. Erst „So Intense“, dann „Phyto-Noir“. Das funktioniert bei mir einfach am besten. Und wenn es mal wasserfest sein soll, liebe ich die „Lashlift Mascara“ von M. Asam.
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Wer oder was inspiriert dich?
Ganz viel aus dem echten Leben. Frauen auf der Straße, Begegnungen, Mode, Reisen, Magazine, Instagram und inzwischen tatsächlich auch mein eigenes Archiv. Nach über zehn Jahren Blog entdecke ich dort manchmal Dinge wieder und denke: Ach schau, das hatte ich ja komplett vergessen.
Überhaupt inspirieren mich Frauen, die ihren eigenen Stil haben und sich nicht dauernd fragen, ob irgendetwas noch „altersgerecht“ ist. Diese Frage langweilt mich zunehmend. Interessanter finde ich: Passt es zu mir? Habe ich Lust darauf? Dann ist schon ziemlich viel geklärt.
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Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Mach dir sehr viel weniger Gedanken darüber, was andere Leute darüber denken könnten, wie du aussiehst, was du trägst oder ob irgendetwas für dein Alter angemessen ist.
Du wirst später feststellen, dass erstaunlich viele Dinge, über die du dir gerade wahnsinnig viele Gedanken machst, irgendwann vollkommen irrelevant sind. Leider funktioniert diese Erkenntnis nur rückwärts. Mein jüngeres Ich hätte mir vermutlich sowieso nicht geglaubt und einfach weitergemacht. Was wahrscheinlich auch ganz gut so war.
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Was wünschst du dir für die Beauty-Zukunft?
Weniger Angstmarketing und mehr Ehrlichkeit. Ich möchte nicht ständig hören, was ich angeblich alles bekämpfen, korrigieren oder rückgängig machen muss. Gleichzeitig möchte ich auch nicht in die andere Richtung gedrängt werden und jede Falte zum persönlichen Empowerment-Projekt erklären müssen.
Ich wünsche mir, dass Frauen über 50 in der Beautywelt einfach selbstverständlich stattfinden. Mit guter Haut und „schlechter“ Haut, geschminkt und ungeschminkt, mit Falten, Pigmentflecken, grauen Haaren und Lust auf ein sündhaft teures Serum. Ohne dass daraus jedes Mal eine Botschaft gemacht werden muss.
Und natürlich wünsche ich mir weiterhin Produkte, bei denen ich nach drei Wochen tatsächlich denke: Das macht einen Unterschied. Man wird ja noch Wünsche haben dürfen.
