Ganz ehrlich: Ich habe oft Menschen bewundert, die sich immer wieder coachen lassen. Veranstaltungen, auf denen eine Seelenbotschaft nach der anderen von der Bühne schwappt, ließen mich mindestens genauso oft ratlos zurück. Ich dachte, ich kenne mich gut. Bin „ganz normal“. Brauche keinen „Seelenklempner“. Bis ich eine Erfahrung machte, die mir zeigte, dass ich offensichtlich der ein oder anderen Stelle in meinem Leben nochmal mehr Beachtung schenken muss. Und wie bei vielem im Leben wusste ich zu diesem Zeitpunkt schon, dass mir irgendwann der Mensch begegnen wird, bei dem ich weiß, dass ich diesen „Genauer Hinschauen“-Weg mit seiner Hilfe gehen möchte.
Dieser Mensch begegnete mir in Jeannette Witte im September vergangenen Jahres auf einem Event. Auch Jeannette hatte eine Botschaft, aber erst im persönlichen Gespräch wurde mir klar: die oder keine. Wie Jeannette arbeitet, wie sie dorthin gekommen ist, wo sie jetzt ist, ihre Geschichte und wie sie es mir ganz leicht machte, als ich meine Geschichte erzählte und unerwartet wieder in Tränen ausbrach – das hat mich beeindruckt und ich wusste: bei ihr bin ich richtig. Bei ihrem Coaching geht es nicht vordergründig um das Kurieren irgendwelcher Macken, sondern darum, uns und unserem Nervensystem wieder zu vertrauen. Uns besser zu verstehen. Manchmal verstehen wir Dinge besser, wenn sie ein Außenstehender mit Ahnung für uns einordnet. Ich sage immer, dass Jeannette meinen Kopf in Richtungen dreht, in die ich noch nicht geschaut habe. Und manchmal wird dann ganz einfach so vieles so klar. Und deshalb sage ich heute, dass jeder Mensch einmal ein psychologisches Coaching gemacht haben sollte. Man versteht sich und seine Welt einfach so viel klarer… Und weil diese junge Frau namens Jeannette Witte so ein besonderer Mensch ist, musste ich sie für euch heute einfach ins Beautycoaching holen. Ich hoffe, ihr habt gleich ganz viel Spaß beim Lesen!!

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Beautyinterview mit Holistic Coach Jeannette Witte von Holistic Momentum.

Jeannette, sag doch mal …


Stellst du dich bitte kurz vor? Was sollen/dürfen die LeserInnen über dich erfahren?

So gern! Ich bin Jeannette Witte, im Juni 39 Jahre alt. Und jetzt Achtung! Wir machen es mal andersrum: Über mich dürfen Leser als erstes erfahren, dass ich alles liebe, was tiefgründig ist. So tief wie meine Lieblingsfarbe Königsblau/Yves Klein Blau. Mein Leben lang galt mein Interesse den Menschen und ihrer Psyche – warum wir Dinge tun und auch, wie wir sie tun. Das ist das, was mich jeden Tag glücklich macht und mir Energie gibt. Meine größten Freuden im Leben sind die Menschen. Allen voran meine Kinder und meine Freunde, meine Wahlfamilie. Mit ihnen würde ich am liebsten jeden Tag Kartoffeln in allen Varianten essen, oder Kuchen oder Eis. Früher habe ich immer gedacht, das Coolste an mir ist, dass ich ich in Berlin geboren und aufgewachsen bin. Heute wohne ich am grünen Stadtrand fast im Wald in unserem Traumhaus, bin doppelte Jungsmama und weiß, was wirklich toll ist: dieses Leben. Mein Leben. Meine Berufung. Ich bin mittlerweile Heilpraktikerin für Psychotherapie und Gründerin von Holistic Momentum Coaching. Und ich habe das bewusst nicht an den Anfang dieser Frage gestellt. In meiner Arbeit befasse ich mich so gern mit dem Thema „Identität“ und finde es in der heutigen Zeit fantastisch, dass es immer weiter in den Hintergrund rückt „was wir auf dem Papier erreicht haben“. Stattdessen tritt an die Stelle die Frage, wer wir wirklich sind. Was uns eigentlich ausmacht. In meinem „alten“ Leben – bevor ich gegründet habe – habe ich in Marketing und großen Werbeagenturen als digitale Projektmanagerin gearbeitet. 60 Stunden und mehr, jede Woche. Ich habe sechs Jahre lang Sprach-  und Kommunikationswissenschaften studiert und das meistens nur für den Abschluss. Seit der Schulzeit ging es gefühlt immer und überall nur um den nächsten Titel – all das, was man auf der Karriereleiter erreicht hat. Wen man kennt, was man besitzt. Mein Boot, mein Auto, mein Haus, mein Job (kennt noch jemand den Werbespot?). Und dann wurde ich Mama und alles hat sich verändert. Mein Sohn ist mit besonderen Bedürfnissen auf die Welt gekommen und ich sage immer zu ihm: „Du hast mich zur Mama gemacht. Und zur Heilpraktikerin für Psychotherapie“. In der 2. Elternzeit bin ich dann gesprungen, vollen Mutes ins Ungewisse. Bin durch die Angst (alles Alte loszulassen, abgelehnt zu werden, zu scheitern …) durchgegangen. Ich habe beruflich alles hinter mir gelassen und mich als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach selbstständig gemacht. Heute werde ich jeden Tag belohnt – damit, MEIN Leben zu leben. Andere Menschen dabei zu begleiten, das gleiche mit ihrem Leben zu tun – wieder in ihre Strahlkraft zu kommen. Auch wenn das Leben im Außen tobt. Auch wenn es Angst macht. Mut wird aber im Leben immer belohnt, das weiß ich nun nicht mehr nur aus der Theorie.

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Du bist psychologische Heilpraktikerin. Was genau macht eine psychologische Heilpraktikerin?

Wenn man als zugelassene Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeitet, dann bedeutet das, dass man staatlich überprüft wurde – durch das Gesundheitsamt und Amtsärzt:innen. Diese Überprüfung ist anspruchsvoll, viele bestehen sie nicht im ersten Anlauf. Als HP Psych, wie wir gern sagen, darf ich Menschen in leichten bis mittelschweren Lebenskrisen psychotherapeutisch begleiten und beraten. Das sind zum Beispiel Phasen von Stress, Überforderung, Ängsten, emotionalen Herausforderungen oder persönlichen Umbrüchen. Dabei geht es nicht nur um Gespräche, sondern oft auch darum, innere Zusammenhänge zu verstehen, das Nervensystem zu regulieren und wieder mehr Stabilität und Klarheit im eigenen Erleben zu finden. Wichtig ist: Ich arbeite ohne Medikamente und innerhalb meines Kompetenzbereichs. Wenn es um schwere psychische Erkrankungen oder akute Krisen geht, verweise ich an entsprechende Fachstellen weiter.

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Wie und warum wurdest du psychologische Heilpraktikerin?

In meiner 2. Elternzeit wollte ich einfach nicht mehr länger darauf warten, dass mein Leben losgeht. Ich wollte immer Psychologie studieren und habe dann einfach die Ausbildung zur Heilpraktikerin, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, begonnen und hatte größte Freude daran. Und dann habe ich trotz Baby, Stilldemenz, kaum Schlaf und all den anderen Herausforderungen unserer Familie die Prüfungen sofort bestanden. Danach habe ich mich getraut und mein Business gegründet. Wie gesagt: Das Universum belohnt die Mutigen!

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Was unterscheidet dein Coaching von klassischen Therapiestunden?

Der Unterschied liegt eher im Zugang, würde ich sagen – weniger im „besser oder schlechter“. Und natürlich auch in den unterschiedlichen Ausbildungen und Rahmenbedingungen. In der klassischen Therapie wird oft mit klar definierten Verfahren gearbeitet, die einem festen Rahmen folgen. Coaching empfinde ich als freier, individueller – ich orientiere mich ganz stark an dem, was der Mensch im Moment wirklich braucht. Ich schaue ganzheitlich darauf (daher auch mein Name „Holistic Momentum“). In der Begleitung führe ich alle Stränge zusammen, verbinde psychologisches Wissen mit Nervensystemarbeit, Körperwahrnehmung mit Intuition und Wissen und nehme auch gern mal nicht Sichtbares, nicht Weltliches dazu. Ich weiß, die Antwort liegt immer im Körper selbst. Ich arbeite viel somatisch, aber auch mit Trancen oder klassischer Gesprächstherapie, manchmal auch mit ganz einfachen Coaching-Tools. Ich finde, jeder sollte die Möglichkeit einer Begleitung haben – daher habe ich auch den Momentum Memberbereich als Online-Tool entwickelt.  Gleichzeitig ist mir dabei aber wichtig zu sagen: Coaching ersetzt keine Therapie!

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Beautyinterview mit Holistic Coach Jeannette Witte

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Wie definierst du für dich den Begriff Schönheit? Was empfindest du als schön?

Mein Verständnis von Schönheit hat sich in den letzten Jahren ganz „schön“ verändert. Heute verstehe ich sie als etwas, was über einen Reiz im Außen zwar ausgelöst wird, aber etwas in mir berührt. Zum Strahlen bringt. Ein Anklang erzeugt, weil ein Match entstanden ist – das Außen passt zum Innen. Schönheit ist heute für mich nicht mehr nur das perfekte Aussehen, Design, pure Ästhetik, etwas das erreicht werden will…, sondern das, was dann in mir passiert. Ich würde es als eine Art Funkeln im Inneren beschreiben, eine Freude, manchmal auch eine Art der Euphorie, ganz sanft gepaart mit einem Angekommensein. Einem langen Ausatmen. Ruhe. Symmetrie. Tatsächlich ist Schönheit irgendwie ja auch etwas, was in ihrer Reinform Anspannung in einem verringern kann. Dazu gesagt sei jedoch auch, dass dies nur die Sonnenseite der Schönheit ist. Es gibt fairerweise auch den Schatten. Der, der sich dazu mischt, wenn man allzusehr der menschlichen Biologie ihren Lauf lässt. Zu wissen, dass unser Gehirn im Grunde darauf ausgelegt ist, immer das Schlechte zu finden, DEN Fehler aufzudecken, hat mich noch bewusster werden lassen. Dieses uralte Programm in uns, welches einst ja überlebenswichtig war – wer den Fehler gesehen hat, den Säbelzahntiger, der hat überlebt! – das schränkt noch heute die Schönheitsempfindung ein. Auch meine hin und wieder. Da aber zu verstehen, dass jedes mal das Haar in der Suppe zu finden, immer die Schwachstelle zu sehen (egal wie schön) nur ein Programm ist, hilft mir sehr. Glaubenssätze oder sowas wie „Schön sind nur die anderen“, Abwertungen, Neid, Sorgen, all die Schatten sind dabei fast wie alte Reflexe: sie passieren einfach. Ich glaube ihnen heute bewusst nicht mehr. Ich habe sie trotzdem, aber höre nicht mehr hin. Dadurch habe ich mich und mein Hirn komplett umprogrammiert. Ich entscheide mich jeden Tag für all die guten Gedanken in mir, gehe sie sogar richtig suchen. Den meckernden Stimmen in meinem Kopf gebe ich manchmal wenn sie sehr laut sind symbolisch eine Umarmung („Ich weiß doch, du willst mich nur beschützen, aber ich lebe mein Leben, nicht meine uralte evolutionsbiologische Angst, okay?“) Das fühlt sich unglaublich in Frieden an und macht mein Leben schöner. Lässt mich Schönheit wirklich genießen und auf der Sonnenseite bleiben. Das ist auch Schönheit für mich. Und ein Akt der Selbstliebe.

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Was ist für dich das Schönste am Älterwerden?

Die Weisheit und dieses Gefühl vom Angekommensein. Der Frieden in einem, der da mitkommt, weil man erkennen durfte: „Ich habe immer die Wahl.“

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… und worauf könntest du dabei gut und gerne verzichten?

Auf die Gedanken, die gern immer mal wieder hochkommen und einem erzählen wollen, „man hätte keine Zeit mehr“, „das Beste liegt eh hinter einem“ und so weiter. Ich kenne die Prozesse dahinter und dennoch kostet es manchmal wirklich viel Kraft (und fühlt sich so unnötig an!), da immer wieder die inneren Antreiber und Ängste einzufangen. Uff. Sich schon wieder neu auszurichten, dabei war man doch schon 100x beim Thema Selbstliebe. Selbstwert. Annahme. Vergebung. Und noch eine Runde. Nochmal von vorn. Das lässt mich manchmal echt die Augen rollen und dann muss ich aber, sobald ich es erkannt habe, fast über mich selbst lachen und feiere dann fast dieses ganze Feldwissen, was ich dabei sammle und wieder weitergeben kann.

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Beautyinterview mit Holistic Coach Jeannette Witte von Holistic Momentum.

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Wechseljahre werden zunehmend in der Öffentlichkeit thematisiert. Wie wichtig findest du öffentliche Aufklärung und den Austausch der damit einhergeht?

Bis vor kurzem war ich selbst eher komplett von der „Mum Bubble“ assimiliert und das Thema Wechseljahre hat in meiner Welt eher wenig Raum eingenommen. Das verändert sich jedoch gerade. Ich liebe das Frausein, Weiblichkeit, Fruchtbarkeit, das weibliche Prinzip Yin (die Gegenspielerin vom Yang), Muttersein. Und nun kommt noch ein weiteres Feld dazu. Das Spektrum wird größer. Der perfekte Dreiklang der Weiblichkeit, des Lebenszyklus’ wird gefühlt nun komplettiert. Das letzte fehlende Puzzleteil ist an seinem Platz. Ohne das Thema wäre für mich der weibliche Dreiklang des Lebens unvollkommen. Dieses Thema offen anzusprechen, groß zu machen, in die Mitte des Frauenkreises zu nehmen, ist ein wunderschönes Geschenk ans Menschsein, Frausein, Leben. Der öffentliche Austausch durch alle mutigen Pionierinnen ein Geschenk – hier können wir auch mal absolut die Vorteile von Social Media erwähnen, oder?! Denn die Plattformen helfen so sehr dabei aufzuklären, wo andere Medien es (bewusst?) nicht tun.

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Bist du eher ein Beautyjunkie oder hältst du es im Badezimmer eher pragmatisch?

Beauty hat mein Frauen-Leben lang dazugehört. In jungen Jahren habe ich alle Drogerieprodukte ausprobiert. Immer auf der Suche nach DEM günstigen Gamechanger. Dann habe ich endlich Geld verdient und mein inneres Arbeiterkind liebte es, sich mal hier und da mit Chanel Puder und Dior Mascara zu „belohnen“. Heute habe ich mich in der Mitte eingependelt. Ich benutze so gut wie alles von JACKS beauty line, nicht nur weil Miriam Jacks meine liebe Freundin ist, sondern weil ich die Produkte unglaublich gut finde (und sie wie ich vegan sind). Darüberhinaus halte ich mit einem Satz inspiriert von Sadhguru: „Was du konsumierst, wird ein Teil von dir.“  Alles, was du isst, aber auch das, was deine Haut berührt, wird zu dir. Ich benutze biologische Haarseife, natürliche Bodylotion (z.B. auch mal nur Kokosöl) und so viele natürliche Produkte, wie es geht. Bei gutem Deo bin ich noch auf der Suche (falls jemand Tipps hat …).

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Wie hast du für dich die passende Pflegeroutine gefunden? Bist du ihr treu oder wechselst du die Routinen auch hin und wieder?

Ich würde sagen, eher treu, aber nicht starr, sondern immer neugierig und offen. Je weniger, desto besser: Ich habe beispielsweise keine extra Abschminkseife, sondern nehme pragmatisch sogar unsere hochwertige Handseife. Je weniger Produkte ich zu Hause habe, desto besser. Den Minimalismus habe ich vor knapp sechs Jahren in unser Leben einziehen lassen – auch was Pflegeroutinen angeht – und dadurch viel gewonnen. Vor allem Zeit.

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Gibt es ein Beautyprodukt, das für dich ein echter Gamechanger in deiner Beautyroutine war oder ist?

Im Moment fahre ich total auf die Nø Cosmetics-Produkte ab, die in Zusammenarbeit mit XSkinCare entwickelt wurden. Alle davon finde ich on point. Und die „Dr. Hauschka Aprikosen Tagescreme“ ist für meine Haut ein Traum. Zusammen mit den Cream Blushes von Jacks Beautyline werde ich oft auf meinen Glow angesprochen. „Du leuchtest!“. Ich glaube schon, dass dabei auch diese Produkte helfen. Zusammen mit dem inneren Glow, ist klar, oder?

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Beautyinterview mit Holistic Coach Jeannette Witte

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Wir werden ja alle nicht jünger. Wie gehst du damit um, dass sich auch deine Haut mit zunehmendem Alter verändert?

Es gibt einen Anteil in mir, der es bedauert – sag ich ganz ehrlich. Fältchen und Hautalterung, Melasma nach den Schwangerschaften haben mich schon einige Gedanken gekostet. Zu sehen wie bei meinen Freunden und z.B. meinem Mann jede Falte eine Geschichte unserer gemeinsamen Vergangenheit erzählt, bewegt mich aber auch immer wieder sehr. Und ich werde immer so dankbar daran erinnert, wie viel Wunder wir hier schon erleben und bezeugen durften. Was mein Körper Unglaubliches geleitet hat, als er meine Kinder gebaut hat.

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Hat sich deine Einstellung zu Hautpflege und Make up über die Jahre verändert? Was machst du heute anders als vor 10 Jahren?

Ich habe mich schon immer gern mit Hautpflege und Make-up befasst und das ist bis heute so. Mittlerweile bin ich pragmatischer und genieße es tatsächlich auch, dass ich die ganze Erfahrung inne habe und nicht mehr wild durchprobieren muss. Ich weiß, was mir steht und brauche meistens nur noch fünf Minuten im Bad, nicht mehr 50 wie vor 10 Jahren.

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Eins meiner Beautymantren lautet: Tuschen Baby, Tuschen! Verrätst du uns, welches deine liebste Mascara ist und warum?

Mein Alltime-Favorit (seit mehr als 10 Jahren!) ist die gelbe Mascara von Maybelline „Colossal Black“.

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Wer oder was inspiriert dich?

Laura Malina Seiler. Ich war noch nie ein Fan Girl. Nie. Aber sie beeindruckt mich in jeder Faser. Ihre Message, ihr Imperium. Sie als Mensch, das was sie der Welt zurück gibt.

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Gibt es einen Tipp, den du Frauen in den Wechseljahren aus eigener Erfahrung mit auf den Weg geben magst?
Oder wenn du noch nicht oder erst in einer frühen Perimenopause bist: welcher Tipp denkst du, wird dich gut durch Deine Wechseljahre begleiten?

Mit der Frage habe ich mich schwergetan, gefühlt fehlt mir hier der verkörperte Erfahrung, um etwas Tiefes und Fundiertes beitragen zu können. Jeder Satz den ich geschrieben hab, schrie mich fast an: „Das ist doch anmaßend“! Ich denke, meinem Zukunfts-Ich – ohne zu wissen, was mich erwartet – mag ich einfach eine Umarmung mitgeben. Wir machen das zusammen. ♥︎

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Beautyinterview mit Holistic Coach Jeannette Witte

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Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

Ich würde mir sagen: „Du hast alles in dir. Dein Mut wird immer belohnt. Sei ungemütlich. Mute dich anderen zu. Die, die wirklich zu dir gehören, die bleiben. Der Rest macht den Weg frei für die wundervollsten Begegnungen und für deine Selbstverwirklichung. Du wirst in deinem Traumberuf arbeiten, auch wenn es damals nicht mit dem Psychologiestudium geklappt hat. Du wirst Mama, keine Mädchenmama, aber die beste Mama für deine Kinder. Du wirst geliebt. Du wirst durch die Angst durchgehen müssen. Aber du wirst immer geführt sein. Du bist sicher. Geh los. Trau dich. Es wird geil.“

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Was erfüllt dich in deinem Beruf am meisten?

Tobias Beck hat einmal gesagt: „Finde das im Leben, was du am allerliebsten tust. Wenn du es dann schaffst, dass dich Menschen dafür bezahlen, dann hast du deine Berufung gefunden.“ Ich könnte mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als Menschen dabei zu begleiten, in ihre Kraft zu kommen. Zu sehen, wie sie ihren inneren Frieden finden. Sich daran erinnern, wer sie wirklich sind – und dass das Leben ihnen nicht einfach passiert, sondern dass sie wieder in ihre Power kommen, Krisen bewältigen, heilen … Manchmal fühlt sich das für mich wie Magie an. Und ich werde so ehrfürchtig, dass sie durch mich fließen darf! Ich bezeuge jeden Tag etliche kleine Wunder – das ist denke ich das Erfüllendste. Zu sehen, wie das Licht in jedem Einzelnen wieder entfacht wird. Meine heimliche Passion ist eine interne Friedensbewegung. Ausgelöst dadurch, dass wir uns alle wieder erinnern, dass der Frieden nicht im Außen beginnt, sondern in uns jedem. Und wir alle damit sofort zu einer besseren Welt beitragen können. Pure Erfüllung diese Vorstellung.

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Was wünschst du dir für die Beauty-Zukunft?

Dass die innere Schönheit weiter an erster Stelle steht, ich dabei aber nie die Freude am Tuschen und Pudern, am Pinseln und Kaschieren und all dem Schönen rund um den Glow verliere. Als Akt der Selbstliebe und Wertschätzung.

2 Kommentare

  1. Daniela Armbruster 19/04/2026 at 8:39- Antworten

    Wow, was für ein tiefes und wach-rüttelndes Interview. Diese Frau möchte ich auch kennen lernen und mich mit ihr austauschen. Danke, dass du sie vorgestellt hast

  2. Christina 19/04/2026 at 11:44- Antworten

    Liebe Anja,
    Wie reich du bist, dass du so viele wunderbare Frauen kennst und auch zu deinen Freundinnen zählen kannst. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Frauen die Welt besser machen können und es jeden Tag auch tun sollten. Ich wünsche dir einen herrlichen Sonntag.

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