Werbung – weiter unten empfehle ich euch ein paar Wimpernseren und Mascaras mit einem Link für die Bequemlichkeit. Einige Links sind Affiliate-Links, mit denen ich pro Verkauf ein paar Cent mitverdiene. Dieses Geld ist zwar nicht der Rede wert, aber es ermöglicht mir insgesamt, hier auch weiterhin kostenlose Inhalte zur Verfügung zu stellen.
Titelbild: deeznutz1/Pixabay
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Immer wieder werde ich auf meine Wimpern angesprochen. Sie seien so wunderbar lang und dicht. Ob es meine eigenen seien oder eine künstliche Verdichtung. Darauf kann ich gelassen wie erfreut antworten, dass ich zwar nicht wirklich viele Haare auf dem Kopf habe, dass es die Natur und ein bisschen Nachhilfe bei meinen Wimpern wirklich gut gemeint hat.
Genau: Ich habe von Natur aus recht schöne Wimpern. Sie haben einen leichten Schwung und sie sind zumindest nicht so fein wie die Federn auf meiner Rübe. Seit etwa zwei Jahren helfe ich dem Wachstum mit einem Wimpernserum nach. Eigentlich wollte ich nur mal checken, ob hormonfreie Wimpernseren wirklich etwas bringen und habe wochenlang zwei Produkte getestet. Eins, das wirklich den Durchbruch brachte und das ich auch heute noch verwende, ist das Wimpernserum von Sweed.
Nicht jedes Wimpernserum wirkt bei jedem gleich gut – das von Sweed z.B. macht einigen unter euch rote Lider oder Lidränder. Bei mir manchmal auch, aber das stört mich nicht. Im Grunde wollt Ihr aber immer wieder von mir wissen, ob und welches Serum ich verwende, wie es funktioniert und ob ich weitere Empfehlungen habe.
Aus diesem Grund gibt es heute mal ein Wimpernseren-Special. Ihr erfahrt heute alles über diese Seren, ihre Inhaltsstoffe und ihre unterschiedlichen Wirkmechanismen. Holt euch also gerne ein Getränk eurer Wahl, macht es euch gemütlich und los geht’s!
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Was ist ein Wimpernserum überhaupt – und was macht es?
Ein Wimpernserum greift aktiv in den Wachstumsprozess der Wimpern ein.
Ganz genau wie unser Kopfhaar durchläuft jedes einzelne Wimpernhärchen eine Wachstumsphase (Anagenphase, dauert je nach Wimper 30 bis 45 Tage), eine kurze Übergangsphase (Katagenphase) und schließlich eine Ruhephase (Telogenphase), an deren Ende das Härchen ausfällt – ganz normal, im Schnitt verlierst du täglich ein bis fünf Wimpern pro Auge. Ha, jetzt konnte ich auch endlich mal mit meinem Friseur-Basis-Wissen angeben – gelernt ist gelernt!
Und genau hier setzen Wimpernseren an, allerdings auf zwei unterschiedliche Arten. Die einen greifen direkt in diesen Zyklus ein und verlängern die Wachstumsphase künstlich, sodass mehr Wimpern gleichzeitig in der Anagenphase stecken – das Ergebnis wirkt dichter und länger, weil weniger Wimpern gleichzeitig ausfallen.
Die anderen wirken nicht auf den Zyklus selbst, sondern verbessern die Bedingungen, unter denen deine Wimpern ohnehin wachsen: Sie versorgen die Haarwurzel mit Nährstoffen, stärken den Haarschaft und sorgen dafür, dass bestehende Wimpern weniger leicht abbrechen. Welche der beiden Kategorien das ist, macht – wie du gleich siehst – einen erheblichen Unterschied.
Wimpernseren werden anfangs jeden Abend auf das gereinigte Auge aufgetragen, vor der Pflege und direkt am Wimpernansatz. Ein bisschen als würdet ihr einen unsichtbaren Eyeliner ziehen. Sobald ihr deutliche Effekte bemerkt (war bei mir nach 9 Wochen der Fall), könnt ihr die Anwendung auf 2-3x pro Woche reduzieren. Das erhält euch die schönen Wimpern.
Wirkstoffe, die in Wimpernseren eingesetzt werden, findet man manchmal auch in Mascaras.
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PGA vs. hormonfrei
Fast alle Wimpernseren auf dem Markt lassen sich einer von zwei Wirkstoffkategorien zuordnen. Der Unterschied dabei ist nicht nur technischer Natur, sondern hat direkte Auswirkungen auf Wirkung, Sicherheit und Anwendungsdauer von einem Wimpernserum.
Sogenannte Prostaglandin-Analoga (PGA) sind synthetisch hergestellte Abkömmlinge von Prostaglandinen. Ursprünglich wurden Protagladine als Wirkstoff gegen erhöhten Augeninnendruck bei Glaukom (grüner Star) entwickelt. Als Nebenwirkungentdeckte man das verstärkte Wimpernwachstum und setzte es später ganz gezielt in den ersten auf dem Kosmetikmarkt erhältlichen Wimpernseren ein. Bis heute sind Seren mit Protagladin Analoga im Handel erhältlich.
Der Einsatz von Prostagladin-Analoga am gesunden Auge ist nicht ganz ohne Tücken. Gelangt aus Versehen etwas PGA-haltiges Wimpernserum ins Auge und das immer mal wieder, kann es zu Reizungen kommen. Juckende und trockene Augen sind die Folge. Weiter kann es zu einer Verdunkelung der Iris durch eine Zunahme an Melaninproduktion kommen oder sich die Augenlider dunkel verfärben. Auch Abnahme von Fettgewebe im Bereich der Augenhöhle durch den Einsatz dieser Seren wird als mögliche Nebenwirkung genannt. Sie führt zu einer eingesunkenen oder hohlen Erscheinung der Augenpartie.
Immer wieder wird geprüft, inwieweit der Einsatz solcher PGA-Wimpernseren sicher ist oder eben nicht. Bereits 2018 hat das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die EU-Kommission erstmals vor gesundheitlichen Risiken durch Prostaglandine in Kosmetika gewarnt. Die formale Aufnahme in die Verbotsliste durch die EU-Kommission steht aber noch aus. Branchenschätzungen gehen von einem Marktverbot im Lauf von 2026 oder 2027 aus, nach einer üblichen Abverkaufsfrist für Hersteller. Kurzer Vergleich: Schweden hat PGA-haltige Kosmetik bereits 2012 verboten, Kanada und Australien folgten.
PGA-haltige Wimpernseren erkennt ihr in der INCI-Liste meist am Wortbestandteil „Prost-“ (z. B. Isopropyl Cloprostenate). Als bedenklich getestete PGAs in Wimernseren heißen Methylamido-Dihydro-Noralfaprostal (MDN; z.B. in M2Beauté),
Isopropyl Cloprostenate (IPCP, z.B. in Long4Lashes, Sophie Rosenburg) oder Dechloro Dihydroxy Difluoro
Ethylcloprostenolamide (DDDE, z.B. in RevitaLash).
Hormonfreie Seren verzichten komplett auf diese zyklusaktiven Substanzen und setzen stattdessen auf pflegende und stärkende Wirkstoffkomplexe wie Peptide, Biotin, Panthenol oder Hyaluronsäure. Für mich berhaupt DER Grund, warum ich zu dieser Kategorie Wimpernseren gegriffen habe.
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Was macht gute Wimpernseren aus?
Vorher-Nachher-Bilder kann jeder. Damit ihr nicht auf irgendwelche Scams hereinfallt, gibt es ein paar Punkte, auf die ihr achten könnt, bevor ihr euch für ein Wimpernserum entscheidet:
Die transparente INCI-Liste:
Ein seriöses Produkt versteckt seine Wirkstoffe nicht hinter Fantasienamen. Du solltest auf der Verpackung nachvollziehen können, was drin ist – dazu gleich mehr.
Eine realistische Wirkstoffkonzentration:
Viel hilft nicht automatisch viel. Entscheidend ist, ob ein Wirkstoff in einer Konzentration enthalten ist, die in Studien überhaupt einen Effekt gezeigt hat.
Applikator und Textur:
Ein feiner Pinsel oder Filzapplikator, der nah am Wimpernkranz aufträgt, ohne ins Auge zu laufen, macht die tägliche Anwendung spürbar angenehmer – und reduziert das Risiko von Augenreizungen.
Verträglichkeit:
Gerade bei empfindlichen Augen oder Kontaktlinsen sollte ein Serum möglichst reizarm formuliert sein. Dennoch reagieren wir alle anders, das solltet ihr im Blick haben.
Realistische Erwartungshaltung:
Seriöse Anbieter versprechen keine Wunder in zwei Wochen. Sichtbare Ergebnisse brauchen – abhängig vom Wirkprinzip – in der Regel sechs bis zwölf Wochen konsequente, meist abendliche Anwendung.
Ein gutes Serum ist also nicht zwangsläufig das mit der stärksten Sofortwirkung, sondern das, dessen Wirkversprechen zur Wirkstoffliste passt und das langfristig ohne Nebenwirkungen angewendet werden kann.
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Gegenüberstellung
Zusammenfassend habe ich euch für den einfachen Überblick in der folgenden kleinen Tabelle nochmal alle Infos zu Wimpernseren zusammengestellt:
| Wimpernseren mit Prostaglandin-Analoga (PGA) | Hormonfreie Wimpernseren | |
| Wirkprinzip | Verlängert aktiv die Wachstumsphase | Pflegt Haarwurzel & Haarschaft |
| Geschwindigkeit | Oft schon nach 3-4 Wochen sichtbar | Ergebnisse zeigen sich nach 6-12 Wochen konsequenter Anwendung |
| Stärke des Effekts | Sehr deutlich | Natürlich aber sichtbar, besonders unter Verwendung von Mascara |
| Bekannte Risiken | Augenreizung, Irisverfärbung, Fettgewebsschwund um die Augen | Kaum dokumentiert |
| Schwangerschaft/Stillzeit | Nicht empfohlen | In der Regel unbedenklich |
| Regulatorischer Status | Aktuell in der EU noch erlaubt, aber in der Neubewertung | Nicht von Regulierung betroffen |
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Empfehlungen
Wisster jetzt also Bescheid!
Und weil ich euch kenne, kommen hier auch noch ein paar Empfehlungen an Mascara und Wimpernseren, deren Benutzung möglicherweise auf euer Wimpernwachstum einzahlt. Wobei Ihr bei Mascara eher noch den geringeren Wachstumseffekt haben dürftet als beim klassischen Pflegeserum für die Wimpern. Ich benenne ausschließlich PGA-freie Seren und Mascaras, habe aber nicht alle selbst ausprobiert, weil ich mit dem Sweed Serum sehr zufrieden bin!
Wimpernseren:
Meine unangefochtene Nummer 1 ist das Pro Lash Serum von Sweed Beauty. Weniger erfolgreich war ich mit dem Lash & Brow Intensity Serum von Nude Cosmetics. Viel Gutes hörte ich vom Typology Wimpernserum. Zum Eyelash Booster von Colibri Skincare kann ich gar nichts sagen, die INCIs sehen aber ganz vielversprechend aus. Auch bei MÀDARA und JUNGLUECK findet man Wimpernseren, zu deren Wirkung ich allerdings nichts sagen kann.
Mascaras:
Hier kommen neben Pigmenten auch oft pflegende Wachse oder -Öle in Kombination mit diesen vielversprechenden Peptidmixen aus den Seren zum Einsatz. Die MÁDARA „Come Closer Infinite Lash Mascara“ punktet mit Peptid-Mix und auch die Peptide- Mascara von JUNGGLÜCK wird in diesem Zusammenhang genannt. Die beiden letzteren habe ich nicht ausprobiert und kann weder zum Wimpernwachstum noch zum Wimpernfinish etwas sagen. Insgesamt würde ich mir von Mascaras nicht zu viel in Sachen Wimpernwachstum versprechen. Die enthaltenen Pflegewirkstoffe sorgen aber dafür, dass eure Wimpern gepflegt und geschmeidig bleiben.
So und jetzt wieder ihr: Habt ihr schon einmal Wimpernseren getestet? Und wusstet ihr von den Prostaglandinen in manchen Seren? Erzählt doch mal von euren Erfahrungen!

Wow danke für diesen ausführlichen Bericht, jetzt fällt mir die Entscheidung leichter. Vielen Dank und noch einen schönen Urlaub
Hallo Anja,
danke dir für den kurzweiligen und sehr informativen Artikel! Macht jeden Morgenkaffee spannender.
Wie siehts denn aus mit Browenserum? Könnte man nicht das Wimperserum auf den Augenbrauen verwenden?
Wir kennen uns übrigens aus der Buchandlung Markus in Gütersloh ,
Seitdem bin ich Fan!
Ich wünsche dir einen goldenen Herbst und freue mich auf den nächsten Artikel.
Liebe Grüße Anke
Liebe Anja,
ich bin auch großer Fan von sweed!
Was anderes habe ich nie probiert.
Hormonhaltig sowieso nicht.
Danke Dir für den ausführlichen Artikel.
Herzlichst, Sabine
Danke dir für den tollen und informativen Bericht- ich mag auch Serum und Tusche von Sweed sehr, macht die Wimpern schön dicht und voll…Liebe Grüße, Ute
Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung.
Sitze gerade noch auf dem Balkon und genieße die letzten Sonnenstrahlen. Also Peptide Mascara von Junglück werde ich ganz bestimmt ausprobieren.
Ich habe wirklich ganz schrecklich kurze Wimpern. Die auch noch gerne in verschiedenen Richtungen stehen.
Ein Leid….
Ich klemme natürlich, aber das hilft nur bedingt.
Also danke dafür.
Liebe Anja,
ich lese jede Woche deine Sonntagsnachrichten, bin aber immer zurückhaltend mit dem Schreiben.
Heute möchte ich mich mal bei dir bedanken für die wunderbaren Berichte über Kosmetika. Das hat einfach „Hand und Fuß“, kann unbedenklich danach einkaufen und voll Vertrauen auf der Haut auftragen.
Des Weiteren möchte ich mich für die Rezepte bedanken und den zeitlichen Aufwand, den du für die Sonntagspost betreibst.
Ich bin 66 Jahre alt und selektiere sehr wohl, was für mich wichtig ist und was nicht. So, jetzt weisste Bescheid Ich wünsche weiterhin einen erholsamen Urlaub und ein gesundes zurückkommen mit „aufgeladenem Akku“.
Liebe Grüße aus Karlsruhe
Liebe Anja,
vielen Dank nochmals für diese tolle Empfehlung schon vor über einem Jahr ,,ich benutze seitdem das Serum von Sweed und bin sehr begeistert ;ebenso von anderen Empfehlungen von dir .Ich wünsche dir weiterhin einen erholsamen Urlaub im wunderschönen Italien.
Liebe Grüße