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Die Haut & wir – Ein Bund fürs Leben

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Heute gehts ein bisschen ans Eingemachte: genauer gesagt um unsere Haut.

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Keine Angst, ich werde nicht schlaumeiern.

Ich habe mich schlicht und einfach mal in fachliche Tiefen rund um die Hautalterung begeben und mir angeschaut, was da so passiert in der Haut, wenn wir älter werden. Wir wachen ja nicht einfach so auf und ZACK! ist da eine Falte oder BUMM! dort schlaffes Gewebe. Es ist ein schleichender Prozess. Umso besser, wenn man weiß, was in der Haut abgeht.

Oder?

Die entscheidenden Veränderungen passieren dabei in der Lederhaut. Denn in dieser Hautschicht befinden sich u.a. Bindegewebszellen und Bindegewebsfasern, die aus Kollagen und Elastin bestehen. Sie befindet sich direkt unter der Oberhaut (Epidermis).

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Foto: Hartmut Sauer

In den 20ern

Da läuft noch alles rund.  Das Kollagen macht das Gewebe stabil und zugfest, das gummiartige Elastin hingegen sorgt dafür, dass das Ganze dehnbar bleibt. Die Haut produziert ausreichend Fett und Feuchtigkeit und sieht deshalb rosig und prall aus. Einzig kleine Unreinheiten können auftreten. Aber halb so wild, denn die Haut erneuert sich in einem Zyklus von 28 Tagen.
Was tun?
Regelmäßige Pflege, sprich morgens und abends Reinigen und befeuchten. GegenUnreinheiten helfen Masken aus Heilerde und Produkte mit Salizylsäure. Die abgestorbenen Hautschüppchen regelmäßig (mind. alle 2 Wochen) mit einem sanften Peeling von der Hautoberfläche entfernen, damit die Poren nicht verstopfen und der Talg ungehindert abfließen kann.

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Haut30, Hautalterung, Hautpflege, Haut
Foto: Harald Sack

In den 30ern

Die biologische Uhr verlangsamt sich und beginnt, rückwärts zu laufen. Heißt im Klartext: der Stoffwechsel läuft langsamer und damit auch Zellteilung und Erneuerungsprozess der Oberhaut. Die Anzahl der kollagenen Fasern nimmt ab. Unsere Haut produziert ungefähr 40% weniger Fett als noch mit Anfang 20. Das Ergebnis: erste zarte Linien werden sichtbar.
Was tun?
Die Haut braucht etwas mehr Pflege. Neben der regelmäßigen Reinigung, sollte auch ein wöchentliches Peeling und eine anschließende Pflegemaske zur Routine werden. Gegen den Feuchtigkeitsverlust hilft viel Flüssigkeit: von innen und außen. Also reichlich trinken und mit einem Feuchtigkeitsserum vor der Tagespflege die Haut in der Tiefe durchfeuchten. Das nimmt ersten Linien den Wind aus den Segeln. Wichtig: die Regelmäßigkeit ist hier das A&O.

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Haut40, Hautalterung, Hautpflege, Haut
Foto: Guido Werner

In den 40ern

Die Zeichen der Zeit werden deutlicher und das bekommen wir nicht nur zu sehen, sondern auch zu spüren. Jugendsünden wie Sonnenschäden und damit Pigmentflecken werden sichtbar. Die nachlassende Elastizität der Haut lässt erstes Gewebe absacken. Weniger straffe Konturen sind die Folge. Falten an Stirn, zwischen den Brauen und an der Nase werden tiefer. Oft wirkt das Gesicht müde und neigt zu Schwellungen. Die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung der Zellen ist deutlich eingeschränkt – besonders bei Raucherinnen. Das hat zur Folge, dass alte Hornschüppchen länger auf der Haut liegen bleiben, dadurch sieht der Teint oft grau und fahl aus.

Was tun?
Durch einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt in der Haut, wird ein erhöhter Pflegebedarf spürbar. Auf die Haut abgestimmte Anti Aging Produkte mit speziellen Wirkstoffen, wie Hyaluron, Kollagen, Q10 polstern die Epidermis auf und lassen uns frischer und glatter aussehen. In der Tiefe ist die regelmäßige Anwendungs eines hochwertigen Serums in Verbindung mit einer Anti Aging Pflege wichtig. Die Durchblutung der Haut sanft angeregt, beugt dem Grauschleier vor. Vitamin A (Retinol), Retinaldehyd (Zwischenstufe zwischen Vitamin A und der normalerweise verschreibungspflichtigen Vitamin-A-Säure) und Salicylsäure helfen.
Auch eine Kosmetikerin kann alle 4 Wochen mit Fachkompetenz und tiefwirksamen Anwendungen der Haut zu neuem Wohlbefinden verhelfen. Davon verschwinden zwar keine Falten dauerhaft, aber die Haut wird vom Profi langfristig in einem guten Zustand gehalten.

Mit 40 darf man ruhig auch schon über erste Eingriffe beim Beautydoc nachdenken. Warum denn auch nicht?? Ist die Zornesfalte geglättet, abgesacktes Gewebe aufgepolstert oder die Nasolabialfalte unterfüllt, wirkt das Gesicht gleich viel frischer und wesentlich erholter.

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Haut, Hautalterung, Hautpflege
Mit meiner Mama 2001. Sie war damals 53.

In den 50ern

Durch die nachlassende Östrogenproduktion wird die Haut weiter dünner, trockener und zunehmend auch empfindlicher. Kollagen baut sich immer stärker ab. Die Konturen…welche Konturen? Erste Altersflecken zeigen sich gern mal auf den Händen. Das Hautbild wirkt insgesamt unruhiger und trockener. An Wangen und Kinn zeigt sich ein deutlicher Volumenverlust, der Hals schrumpelt munter vor sich hin und auch das Dekolletée bekommt Falten. Augenlider sacken ab, der Blick wirkt müde.

Was tun?
Wer jetzt erstmals über Hautpflege nachdenkt, denkt reichlich spät darüber nach. Pflege allein kaschiert unser Alter nur noch sehr bedingt. Wer seine Haut schon immer gut pflegte oder einfach gute Gene hat: herzlichen Glückwunsch! Aber auch da bitte keine Wunder erwarten. Die Haut benötigt intensive Pflege. Alles, was regeneriert, Zellen hilft, sich schneller zu erneuern, strafft, durchfettet und/oder durchfeuchtet ist der Haut hochwillkommen. 

Wer sich mit Falten und Konturenverlust einfach nicht abfinden mag: Die Schönheitschirurgie kennt heutzutage viele größere und kleinere Eingriffe, die helfen frischer, wacher und damit optisch jünger zu wirken. Mittels Hyaluronfiller kann beispielsweise verlorengegangenes Volumen in Wangen, Kinn und Lippen zurückgeholt werden. Eine  Augenlidkorrektur (Blepharoplastik) macht einen wacheren Blick, weil die Augen wieder offener und damit größer wirken.

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Mit meiner Omi. Sie ist jetzt über 90.

Haut ab 60

„Und danach gings bergab“, sang schon Hilde Knef. Was soll ich sagen: Besser wirds nicht. Nach der Menopause mit einhergehendem Hormonentzug ist die Haut immer weniger elastisch. Konturen sind weg, Poren werden größer, Hautbild unruhiger. Dazu kommt eine geschwächte Knochenstruktur. Wer sich jetzt nur noch über Äußerlichkeiten definiert, hat wirklich verloren oder versenkt besser reichlich Geld beim Chirurg und Schönheitsdoc.
Was tun?
Auch, wenn wir es nicht wahrhaben wollen: wir werden alle dorthin kommen, so wir gesund sind. Deshalb müssen wir uns mit den Zeichen der Zeit abfinden. Wer nicht ganz verschrumpelt durchs Leben gehen mag, dem helfen reichhaltige Wirkstoffkosmetik und -wenn gewünscht- Kosmetikerin und/oder Beautydoc. Auch Falten sind schön. Die richtige Pflege lässt unsere Haut, auch mit Falten, gesund und schön aussehen. Solange der Blick wach, die Haut gepflegt, der Geist rege und die Person aktiv ist, ist alles halb so wild. Größere und kleinere kosmetische Eingriffe unterbinden rein optisch den Alterungsprozess. Das ist natürlich kein Muss, aber es ist eine Möglichkeit.

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Eine Bitte zum Schluss

Natürlich liest sich jeder Abschnitt ein bisschen schlimmer. Aber so ist das nunmal. Keiner kann vor dem Alterungsprozess davonlaufen und ich will hier den Gang zum Schönheitsdoc auch nicht zum unumgänglichen Dogma machen (nur für den Fall, dass sich hier jemand aufregen will). Ich möchte lediglich Mittel und Möglichkeiten aufzeigen, die uns heutzutage zusätzlich zur Hautcreme zur Verfügung stehen. Jeder kann, darf und soll für sich selbst entscheiden, welchen Weg er für sich selbst sieht.

Okay?

Also bitte keine schulmeisterhaften Belehrungen in die Kommentare! Liebsten Dank!! 😉

Alles Liebe, Eure
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6 Comments
  • Rena
    November 24, 2015

    sehr schöner überblick und vernünftige ratschläge.
    du selbst hast du dich seit jahren kaum verändert, also alles richtig gemacht;-)
    und deine oma: ist sie auf dem foto ca 90 jahre alt???

    • schminktante
      November 25, 2015

      Liebe Rena,
      auf dem Foto feiern wir den 85. Geburtstag. Aber außer, dass sie ein bisschen schmaler geworden ist, sieht sie noch genauso aus.
      LG
      Anja

  • Nina von 30rockt!!!
    Dezember 2, 2015

    An der „Dauerbaustelle Frau“ ist schon was wahres dran. Aber wenn ich Deine Fotos sehe und deine Ratschläge lese, habe ich keine Angst vorm älter werden. Auch die Gene spielen da wohl eine Rolle, und wenn ich meine Mama und meine Oma anschaue, hab ich es da ganz gut getroffen. Eine Süße Omi hast du da 🙂

    • schminktante
      Dezember 2, 2015

      Dankeschön! Sie ist wirklich meine allersüßeste und liebste Omi. 🙂
      LG
      Anja