Schminktante goes Karlsruhe – Eine Umzugsgeschichte

Die Schminktante goes Karlsruhe und ihr habt es nicht anders gewollt!

Dass ich zum Teil in der badischen Gegend ein neues Zuhause finden werde, habe ich euch hier vor 2 Wochen erzählt. Vor ein paar Tagen habe ich auf anderen sozialen Kanälen gefragt, ob es euch interessiert, wie wir heimisch werden und unser neues Umfeld entdecken. Das Feedback darauf war ziemlich eindeutig und ich freue mich mega, dass ihr mich so sehr mittragt und so interessiert daran seid, wie sich das so anfühlt, wenn man in eine neue Stadt kommt und quasi neu anfängt.

Ich wusste es immer: Ich habe einfach die allerbesten Leser der Welt!!!

Ab sofort werde ich immermal wieder berichten, wie wir uns einleben. Welche tollen Orte und Menschen wir kennenlernen. Und natürlich, wie unser neues Zuhause so aussieht. Darum soll es heute gehen.

Die Wohnungsodyssee

Wenn man in eine fremde Stadt zieht ist mir immer zuerst das Allerwichtigste, dass man ein hübsches Nest findet, in dem man sich von Anfang an zuhause fühlen kann. Ein Basislager von dem aus man die neue Umgebung erkunden und einen Bezug herstellen kann. Denn wenn dann außenrum mal nicht alles ganz so glatt läuft, dann hat man einen gemütlichen Rückzugsort, an dem man entspannt, auftankt und neue Kräfte sammelt.
Bereits im Frühsommer erzählten zukünftige Kollegen meines Mannes, dass der Wohnungsmarkt in Karlsruhe und Umgebung mehr als schwierig sei und wie sich jetzt herausstellt, hatten sie sehr recht.

Neue Wohnungen? – Fehlanzeige

Schöne Wohnungen? – Fehlanzeige

Möblierte Wohnungen oder Appartements? – Unbezahlbar.

Weil mein Mann jetzt dort arbeitet bot sich die Möglichkeit im Dozentengästehaus des KIT ein möbliertes 2-Zimmerappartement anzumieten. Kein Luxus, aber einigermaßen bezahlbar. Da wir unsere Wohnung in Potsdam noch haben und wegen Projekten und Jobs hin und herpendeln, müssen wir klar momentan ein bisschen rechnen.  Die Bilder im Netz zeigten einfache Räume, Beschwerden hatten wir keine vernommen. Allein die Zeit, vorab so eine Wohnung zu besichtigen, war einfach zu knapp und so mieteten wir halbblind, quasi auf Empfehlung. Von hier aus würden wir „Kontakt aufnehmen“ und ein Gefühl für Karlsruhe, seine Stadtbezirke und das Umland bekommen.

Für den Übergang im ersten (halben) Jahr schien uns das der perfekte Plan.

So verabschiedete ich meinen Mann Anfang Oktober guten Gewissens ins Badische. Die erste Skypekonferenz brachte Ernüchterung. Ganz bedröppelt und unglücklich erzählte er mir, dass er sich so gar nicht wohlfühle. Die Wohnung sei in einem recht renovierungsbedürftigen Zustand, die Matratzen bretthart, überall alter Schmutz, klebrige Fiesen, komischer Geruch.
Was tat er mir leid, als wir via skype einen virtuellen Rundgang durch das etwas seelenlose Temporär-Zuhause machten. Gleichzeitig allerdings tat auch ich mir absolut leid, denn ich würde ja zeitweise auch dort wohnen müssen.

Der Real-Check

In dieser Woche habe ich mir selbst ein Bild vom Zustand der Behausung gemacht.
Die Wohnung ist geräumig, bietet viel Stauraum in Flur und Schlafzimmer. Es ist alles vorhanden, was einMensch so zum leben benötigt. Man schaut ins Grüne, wohnt mitten auf dem Campus und kann bei Bedarf im Restaurant des Tagungshauses alle Mahlzeiten einnehmen.

Es ist zweckmäßig. Schön geht aber wirklich anders. Hier mal ein kurzer Einblick:

Wohnzimmer vorher.

Ungemütlich in die Ecken geschmissen lud das Wohnzimmer nicht wirklich zum Aufenthalt ein.

Spartanisches Schlafzimmer.

Das Schlafzimmer vorher. Ich überlege, ob ich neue Nachtschränkchen anschaffe. Die sind sooo scheußlich!

Nestbau

Ganz Frau ist selbtverständlich bei mir sofort der Nestbautrieb ausgebrochen. Meine allererste Amtshandlung noch am Dienstag Abend: Möbel rücken. Jetzt stehen die Sachen zumindest im Wohnzimmer so, dass es einigermaßen bewohnbar wirkt.
Hier gibt es Zara Home, Butlers und Depot. Außerdem mehrere sehr gut sortierte Drogeriemärkte und einen großen Karstadt. Bepackt wie der Weihnachtsmann höchstselbst strandete ich am Mittwoch Mittag wieder im Wohnheim.

Wohnzimmer nach Möbelrücken.

Nachdem ich den roten Stuhl oben incl. der furchtbaren Platzsets sofort entsorgt und das Sofa umgerückt habe, wirkt der Raum schon etwas freundlicher.

Es folgte: Extremputzing.

Oberflächlich sauber ist das Eine. So sauber, wie man es zuhause gern hätte, etwas gaaanz anderes. Für uns jedenfalls. Ihr ahnt, dass mir die oberflächliche Sauberkeit einfach nicht ausreichte.
Also bin ich auf Knien gekrochen, auf Hocker geklettert und habe reichlich Putzmittel verbraucht. Jetzt duftet es in Bad und Küche frisch und sauber. Die Fliesen glänzen, die Heizungen sind von Staubkrusten befreit und die Duschwand vom Kalk. Es ist ein Unterschied wie Tag & Nacht. Am liebsten hätte ich gleich noch Teppichreinigerflöckchen überall auf den abgewohnten Teppich gekippt, aber meine Kraftreserven waren für diesen Tag aufgebraucht.

Denn da war ja noch was: Dekoration

Wenn ich in fremden Behausungen etwas gar nicht leiden kann, dann sind das Kopfkissen mit Federbefüllung. Man weiß nie, wie alt die Federn sind, wieviele Köpfe schon darauf gelegen und wieviele Milbenkolonien sich eingenistet haben. ÖRKS!
Nachdem ich auch noch ein kleines Vermögen für ordentliche Kopfkissen und passende Bezüge gelassen habe, wirkte das spartanische Bett gleich freundlicher. 2 hübsche Sofakissen, eine Kuscheldecke und Teelichter mit Kerzen haben im Wohnzimmer für ein winziges bisschen mehr Atmosphäre gesorgt. Eine neue Schreibtischlampe macht dort jetzt auch ein warmes Licht, so dass man sich die Neonleuchte an der Decke schenken kann.

Umdekoriertes Wohnzimmer.

Wohnzimmer umdekoriert.

Mit 2 Sofakissen, Teelichtern und Kuscheldecken wirkt der Raum jetzt fast einladend.

Schlafzimmer umdekoriert.

Jede Seite hat jeweils 2 neue Kopfkissen incl. Bezüge bekommen. Die Decke habe ich im Schrank gefunden.

Wohlfühlduft

Ich hab’s nicht nur mit Federkopfkissen. Unangenehme Gerüche mag ich nämlich genausowenig.
Wenn ich irgendwo bin, wo es fremd oder anders ist, habe ich immer gern ein Shirt meines Mannes dabei, einen Schal mit seinem oder meinem Lieblingsparfüm, ein Reisekissen, das nach irgendetwas Vertrautem schnuppert. Dann fühle ich mich gleich viel besser.

Geht es euch auch so? (Sagt mir bitte, dass es euch genauso geht, sonst gehe ich hier noch als Obersensibelchen durch).

Weil ich kein großer Fan von Duftkerzen und anderen Raumduftorgien bin, probiere ich seit einigen Wochen eine neu überarbeitete Hautpflege des italienischen Labels Comfort Zone. Sie heißt „Tranquility“, soll meine Nerven beruhigen und entspannend wirken. Nötig isses!!

„Die sanften Noten der für ihre Anti-Stress-Wirkung ausgewählten ätherischen Öle fördern die Entspannung von Körper und Geist. Alle Körper-, Bade- und Duschprodukte des Pflegeprogramms für Zuhause sowie die gesamte Professional- Palette tragen den subtilen Duft.“

Entspannende Düfte der Linie "Tranquility" von Comfort Zone.

Wie das?

Dass der Geruchssinn auf eine besonders intensive Weise mit unserem Gehirn verknüpft ist, ist klar, oder?

Nein?

Doch!

Denkt doch einfach mal an frische, salzige Meeresluft. An Nadelwald. An frisch gebrühten Kaffee. Mit bestimmten Gerüchen assoziieren wir sofort Orte oder Ereignisse. Im positiven wie im negativen Sinn.

„Olfaktorische Reize können im Gehirn zwei Bahnen folgen: Die eine führt zum Thalamus, der an der kognitiven Interpretation beteiligt ist, die andere führt auf schnellere und direktere Weise zum limbischen System, welches die Emotionen steuert, sowie zum Hippocampus, der für das Gedächtnis zuständig ist.
Diese zweite Bahn, die mit dem entwicklungsgeschichtlich ältesten Teil unseres Gehirns verbunden ist erlaubt eine unmittelbare Reaktion. Hier können je nach Reiz die Angriffs- und Fluchtmechanismen ein- oder ausgeschaltet werden. Letzteres begünstigt eine tiefe Entspannung. Auf positive Weise angeregt, ist der Geruchssinn daher ein wichtiger Verbündeter, wenn es darum geht, das Nerven- und Hormonsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen und Körper und Geist auf ein Erlebnis der Entspannung und Harmonisierung vorzubereiten.“

Entspannende Düfte der Linie "Tranquility" von Comfort Zone.

Erinnert ihr euch, als ich vor einiger Zeit von der Melvita-Handcreme erzählt habe, die mich voll an meine liebste Kindergärtnerin Frau Schmidt erinnert??
Die Aufregung dieser Tage hätte ich also mit dem sanften Duft aus Zedern-, Süßorangen- und Damaszener Rosenöl gut im Griff. Die Kombination der Düfte soll nämlich Verspannungen lösen, Stress entgegenwirken sowie Körper und Geist in Einklang zu bringen. Ätherische Öle von Sandelholz, Geranie und Vetiver machen aus dem Ganzen eine Duftwolke, die mich den ganzen Tag umhüllt. Wie eine Umarmung. Oder eine Decke. Auf jeden Fall wie etwas, das mit Geborgenheit zu tun hat.

So gerüstet werde ich mich in den kommenden Tagen und Wochen weiter um die Gästewohnung kümmern, parallel dazu Wohnungsanzeigen durchforsten und den grauen Teil der Stadt ausblenden. Ich möchte der neuen Umgebung gern eine Chance geben und bin sicher, dass ich das hinkriege!

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11 comments

  • Hallo liebe Schminktante, sei beruhigt, es geht nicht nur dir so. Ich hatte 2008 in etwa die gleiche Situation… Anfangs der Horror, dann aber doch ein wohlfühl happy ending. Durchhalten, es lohnt sich. Meine Mama sagt immer, auch wenn es nur ein Übergang ist, du musst es dir so einrichten, dass du dich wohlfühlst! Erst dann kann es weitergehen. Da hat sie recht. Viel Glück bei der Wohnungssuche! Und halte uns auf dem laufenden. Viele Grüße Susanne

    Reply
    • Liebe Susanne,
      obwohl ich weiß, dass ich sicherlich nicht die Einzige bin, die einen Ortswechsel vornimmt, freue ich mich sehr über Deinen Kommentar. Er unterstreicht, dass ich nicht allein bin. 2008 hatte ich übrigens das erste Mal so eine Situation. Da zogen wir nämlich aus Thüringen nach Potsdam.
      Liebe Grüße
      Anja

      Reply
  • Liebe Susanne, genau das hatte ich sogar mit einem kleinen Säugling! In Berlin. Und wir mussten diese Übergangswohnung dann sogar noch viel länger als gedacht behalten, weil der neue Job meinen Mann nicht glücklich machte. Was bin ich mit Baby, Kinderwagen und Maxi Cosi in der Bahn und im Flugzeug von Köln nach Berlin gependelt!
    Auf so einem ollenTeppich hat der Kleine dann laufen gelernt…
    Im Nachhinein die unsere glücklichste und unglücklichste Zeit zugleich. Aber einschönes Kopfkissen und Teelichter gehen immer.
    Das kriegst du hin!
    Ann

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    • Na klar bekomme ich das hin. Das habe ich in Potsdam geschafft und werde das garantiert auch in Karlsruhe hinbekommen! Mit nem tollen neuen Nest wärs zwar leichter und wenn das nicht verfügbar ist, kommt demnächst noch Teppichreiniger und noch mehr Kerzenlicht zum Einsatz. 😉
      LG Anja (nicht Susanne…. :-) )

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  • Das sieht wirklich gleich ganz anders aus. ..
    Mir geht es ganz genau wie dir.. Wenn ich unterwegs bin oder der Liebste verreist dann hab ich sein Shirt bei mir.. Das habe ich noch aus den Zeiten unserer Fernbeziehung, als wir oft wochenlang getrennt waren. Es freut mich, dass ich mit diesem Verhalten nicht alleine bin 😉
    Viel Glück bei der Wohnungssuche! Das wird schon – ganz bestimmt findet ihr die perfekte Wohnung zum richtigen Zeitpunkt!
    Liebe Grüße :)

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    • Hach danke für die aufmunternden Worte!
      Ich bin ja auch ganz zuversichtlich. Allerdings ist der Wohnungsmarkt in KA wirklich eine Katastrophe. Wahrscheinlich sollte man mehrere Millionen Kredit aufnehmen und bauen, was das Zeug hält. Los bekommt man es in jedem Fall. :-) Haha…vielleicht werde ich ja noch Bauherrin. Das wird ein Spaß…..!

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  • Lustig, wie allgegenwärtig doch das Märchen vom Aschenbrödel ist.
    Konkret: ja putzen hilft immer – ich benutze am liebsten effektive Mikroorganismen und hinterher noch räuchern für die Energie.
    Toll das du als Frau der Tat das einfach getan hast und selbst den Bildern sieht man an, wie gut die Wirkung war.
    Unterstützende Grüße Anke

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  • Hallo liebe Anja,
    für die Wohnungssuche drücke ich Dir fest die Daumen! Um das Passende zu finden braucht es seine Zeit…und dann geht es ans Einrichten und Dekorieren. Das wird bestimmt toll! Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Bericht. Vielleicht magst Du auch den ein oder anderen Tipp zum Thema „neue Kontakte“ geben. Ich finde dies recht schwierig; viele Menschen sind entweder dahingehend gut aufgestellt oder einfach zu beschäftigt.
    Herzliche Grüße,
    Christa

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    • Liebe Christa,

      Kontaktaufnahme finde ich von Region zu Region anders leicht oder schwer. Bisher fliegen mir die Herzen aus dem Badischen eher zu, während ich hier in Potsdam sehr lange gebraucht habe, um irgendeinen Kontakt zu knüpfen. Mal sehen…. Ich halte Euch alle auf dem Laufenden!
      Alles Liebe
      Anja

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  • Ja, der Mensch ist ein „Nasentier“ – Duftreize gehen ungebremst ins Gehirn, wie Du schreibst, und da tragen das T-Shirt des Liebsten, der getragene Schal, das eigene Parfüm, Plätzchen backen, der Duft von Oma, die Handcreme der Kindergärtnerin, das Lieblingsshampoo etc dazu bei sich heimisch und wohl zu fühlen ! Viel Glück bei der Suche nach einem neuen Heim !

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  • Pingback: Schminktante goes Karlsruhe: Update Dezember 2016 - Neues von der SchminktanteNeues von der Schminktante

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