Vorsätze 2017

Frau am Fenster, über Vorsätze nachdenkend.

Habt ihr Vorsätze für 2017?

Ich bin ja eher nicht der Typ Mensch, der sich ausgerechnet zu Beginn eines neuen Jahres irgendetwas vornimmt. Meist klappts ja doch nicht und dann ist man frustriert, weil man so inkonsequent war …. man einfach nicht genug Disziplin hatte … immer irgendetwas dazwischen kam, weshalb alle Vorsätze auf den nächsten Jahresbeginn geschoben werden und ihnen ein immer neues toller Vorsatz hinzugefügt wird. Nicht umsonst kursierten um das Silvesterfest diverse lustige Fotos mit Vorsatzzetteln und wilder Durchstreicherei durchs Netz….

Für mich ändert sich allerdings 2017 so viel, dass ich nicht umhin konnte, mir ein paar Gedanken darüber zu machen, wie ich all die örtlichen und damit einhergehenden Veränderungen positiv unterstützen kann.

Wollt Ihr wissen? Na dann….. 😉

Winterlandschaft mit Sonne.

Glücklich sein

Mein Vater hat die bewundernswerte Gabe, immer gerade mit dem zufrieden zu sein, was er gerade hat. Schon sein Leben lang. Manch ein böser Mitmensch mag ihm deshalb vielleicht zu wenig Ehrgeiz bescheinigen. Ich bewundere meinen Papa dafür!!! Auskommen, mit dem was einem das Leben gerade bietet. Nicht ständig nach noch Besserem und nach noch mehr zu schielen sondern nur dann, wenn es wirklich sinnvoll und erstrebenswert ist.
So ein winziges bisschen davon habe ich glücklicherweise davon mitbekommen. Ich füge mich in viele Situationen, die ich nicht ändern kann, mache dann das Beste daraus und komme gut zurecht. In den letzten 8,5 Jahren gab es viele Momente, in denen ich mit Fug und Recht behaupten konnte, glücklich zu sein. Allerdings gab es auch oft Situationen, die mich (fast ver)zweifeln ließen. Ich saß zuhause, weinte, war depressiv und bemitleidete mich selbst. Wohin war mein unbekümmertes, lebensfrohes ICH verschwunden? Warum freute ich mich nie, nach einer langen Reise wieder in die Stadt zu kommen, in der wir unsere Zelte aufgeschlagen hatten? Warum war es in dieser Stadt so schwer, anzuknüpfen?
Dennoch oder gerade deshalb habe ich sehr oft daran gedacht, wie mein Vater handeln würde, die Schultern gestrafft und allen Widrigkeiten mit offenem Herzen entgegengelacht. Das hat mich gestärkt, ich habe mich weiterentwickelt. Ich habe eine wunderschöne Traumhochzeit gefeiert und viele andere begleitet. Ich habe eine kleine Handvoll tolle Menschen in mein Herz geschlossen, die mich und mein Wesen genauso nehmen, wie es ist und deren ehrliche Freundschaft ich sehr, sehr schätze. Ich habe meinen Weg im Zusammenleben mit einer Autoimmunerkrankung gefunden. Und das ist doch was, oder?

An all das Schöne möchte ich mich viel mehr erinnern als an all das Unschöne, das man manchmal erleben muss. Und ich habe mir fest vorgenommen, nicht mehr zu zweifeln sondern anzunehmen und sehr glücklich zu sein!

 

Sinnspruch von Frank Kafka.

Franz Kafka

Abschließen und Loslassen

Loslassen ist etwas, das mir manchmal echt schwerfällt. Dabei sind das ganz oft Dinge, die mir überhaupt nicht guttun und dafür sorgen, dass es mir nicht gut geht. Einmal mehr habe ich gelernt, dass Loslassen ganz oft auch etwas sehr Befreiendes sein kann. Loslassen schafft Platz und Raum sich neuen Dingen zu öffnen. Und davon wird es im kommenden Jahr reichlich geben! Ich hadere nicht mit den schönen Dingen, die ich zurücklasse. Ich bewahre sie ganz tief in mir als wunderbare Erfahrung und blicke freudig auf all das, was vor mir liegt. Ja – ganz ehrlich!! :-) :-) :-)

Das Biest in mir wecken

Oh la la, werdet ihr denken… Ich wusste nicht, wie ich es besser ausdrücken sollte. Denn ich bin wie ich bin. Manchmal bin ich einfach zu nett und das nutzen andere schamlos aus. Ich hab dann das Nachsehen und ärgere mich. Damit sich das ändert, im neuen Jahr also ein bisschen mehr „alles tanzt nach meiner Pfeife“.

Rauhreif in den Mainfränkischen Weinbergen.

Struktur

Das ist auch eher kein Vorsatz – eher Wunschdenken oder auch harte Arbeit, die viel Disziplin von mir erfordern wird.
Ich möchte an meiner Konzentration arbeiten. Strukturierter werden. Meist habe ich 45 Sachen gleichzeitig im Kopf, fange 7 neue Projekte an und schaffe nichts von all dem, das ich schaffen will. Ich bin superschnell von irgendwelchem Kram abgelenkt und komme deshalb oft einfach nicht zu Potte. Das nervt und ärgert mich. Deshalb muss ich daran etwas ändern.
To-Do-Listen machen den Anfang. Die werden sortiert nach Wichtig – weniger wichtig und unwichtig (unwichtig landet sofort im Papierkorb). Dann kommen die Projektpläne – das wird ein schweres Stück Arbeit. Definieren, wo genau man hinwill und womit man das in welcher Zeit gedenkt zu schaffen. Huiuiui…. große Aufgabe. Letztlich muss das aber alles sein, wenn ich vorwärts kommen will.
Schließlich will ich mir im neuen Zuhause schnell ein gutes Arbeitsumfeld schaffen und das geht nunmal nicht ohne Disziplin. Stimmts?

Jetzt seid ihr dran: habt ihr Vorsätze gefasst? Und wenn ja, welche??

 

 

 

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6 comments

  • Hallo Anja,
    sehr schöner Post. ich habe mich ebenfalls mit dem Thema auf meinem Blog auseinander gesetzt. Obwohl ich der Meinung bin, dass man sich das ganze Jahr den Dingen widmen sollte, die man ändern möchte, ist das neue Jahr eine schöne Zeit den Fokus nochmal neu auf die Dinge zu lenken. Alles ist etwas ‚entschleunigt‘ um die Zeit im Jahr.
    Ich kann mich sehr gut mit deinem Vorsatz zum Thema Struktur identifizieren. 😉
    Viele Grüße,
    Judith

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  • Liebe Anja, das sind wirklich gute Vorsätze. Ich werde mir ein Scheibchen abschneiden, besonders vom Glücklichsein. Ich wünsche Dir gutes Gelingen! Deine Johanna

    Reply
  • Hallo Anja,
    Die Sache mit dem Glücklichsein ist wirklich nicht so einfach. Ich habe noch keinen Frieden mit meiner Autoimmunkrankheit geschlossen…Ich bin ihr sehr böse dass sie sich ausgerechnet mich ausgesucht hat! Ansonsten hadere ich auch viel zu viel mit Dingen die mir,so wie sie sind, nicht gefallen. Darum habe ich beschlossen mir so oft es geht bewusst zu machen wie gut ich es habe und dass es viele Menschen gibt die das nicht von sich sagen können.
    Ansonsten gibts keine Vorsätze da ich die eh nie einhalte
    Liebe Grüße
    Claudia

    Reply
    • Manchmal ist es einfacher, die Dinge anzunehmen wie sie sind. Für mich ist das oft der erste Schritt, damit wirklich klarzukommen und einen Ansatz zur Lösung zu finden. So habe ich meinen Frieden mit dem sch… Rheuma gemacht und komme inzwischen hervorragend und ohne Beschwerden zurecht.
      Versuch doch mal, auch an dem blödesten Ding immernoch etwas Positives zu finden. Und wenn es noch so klein ist. Das hebt die Laune manchmal mehr, als Du glaubst. Wenn Du nur all die schlechten Dinge wahrnimmst, hast Du am Ende die schlechte Laune…und wem nützt das??? 😉

      Siehste! :-)

      LG
      Anja

      Reply
  • Ich bin so froh, einen solchen Blog einer professionellen Make up Artistin auf deutsch gefunden zu haben. Obendrein ist auch dieser Post, bei dem es gar nicht um Beauty geht ganz auf meiner Wellenlänge! Gerade der Abschnitt über das Glücklichsein, ja das ist so eine Sache. Daher ist einer meiner Vorsätze, öfter mein Gratitude Journal von Catherine Prize zu benutzen. Auch an einem dieser Tage des Selbstbemitleidens abends etwas hineinschreiben, für das man dankbar ist. Hilft hoffentlich, den Fokus zu verschieben! :)

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