Sonne 2014 (1) – Sonne, UV, Schutz

Jedes Jahr erheben wir Beautyblogger aufs Neue gemeinschaftlich unsere Zeigefinger und warnen bzw. raten zum Thema Sonnenschutz.
Jedes Jahr schießen neue Sonnenschutzprodukte wie Pilze aus dem Boden, die wir dann auf Herz, Nieren und Benutzerfreundlichkeit testen und Euch mitteilen, ob sich Öl A oder Spray B zum Kauf eignen.
Mir ging es bisher wahrscheinlich ähnlich wie Euch: die Masse an all den Beiträgen überforderte mich. Mein Sonnenschutz sollte in erster Linie eins können: nämlich schützen. Dazu noch gut duften, verträglich sein und sich gut verteilen lassen. Dabei weder zu dick noch zu dünn sein, nicht kleben, die Haut pflegen und keine Fettflecken hinterlassen.
Das Studium der Fachbegriffe in den INCI-Listen war weniger meins. Ich hab halt nicht so emfindliche Haut.
Mittlerweile habe ich so viel über Sonnenschutz gelesen und recherchiert, dass ich ein Buch mit allen Informationen füllen könnte. Und weil ich jetzt so viel gelernt habe, denke ich, dass ich Euch endlich einen Basisbeitrag schuldig bin, der den gesunden Umgang mit Sonne und Sonnenschutz betrifft. Ich werde versuchen, alles in einem vernünftigen Umfang für Euch zusammenzufassen. Selbstverständlich habe ich auch neue Sonnenprodukte ausprobiert. Ich läute hiermit also die Woche der Sonne ein. In den nächsten Beiträgen will ich versuchen, Euch die Materie verständlich nahezubringen. Vielleicht ist ja das ein oder andere Neue für Euch dabei.
Die ausführlichsten und interessantesten Beiträge habe ich während meiner Recherche übrigens bei der Firma BEYER & SÖHNE gefunden. Die Jungs da haben sich intensivst mit dem Thema auseinander gesetzt. Ich werde sie hier gern und oft zitieren (allen Zitaten ist ein „B&S“ vorangestellt).

Legen wir also los.

Die Sonne
Die Sonne steht für Licht, Wärme und Wachstum. In unserem Körper sorgt eine angemessene Sonnendosis für die Bildung von Vitamin D3, das erstaunlich viele Aufgaben in ihm erfüllt.  Die Wärme und das Licht der Sonne steigert unser allgemeines Wohlbefinden, kurbelt Stoffwechselvorgänge an, wirkt depressionslösend und unterstützt die Selbstheilung der Haut.

UV Strahlung
Leider bringt der Sonnenschein auch die UV-Strahlung mit, die unserer Haut schaden kann. Man unterscheidet sie in UVA, UVB und UVC-Strahlung.
Die Stärke der natürlichen UV-Strahlung auf der Erde hängt vor allem vom Breitengrad und dem Sonnenstand ab. Je näher man dem Äquator ist, desto stärker ist die UV-Strahlung. Im Sommer ist die Strahlung stärker als im Winter. Auch die Höhenlage des Aufenthaltsortes spielt eine Rolle.

UVA-Strahlung (Wellenlänge 400 – 320 nm) schließt sich direkt an das sichtbare Licht an und ist der langwellige Bereich der UV-Strahlung. Sie erreicht im Gegensatz zur UVB- und UVC-Strahlung weitgehend unbehindert die Erde. UVA-Strahlung verursacht 2/3 der vorzeitigen Hautalterung (Photoaging) und begünstigen die Enstehung von Hautkrebs.
B&S: „Tückischer sind die UVA-Strahlen. Sie haben nicht so viel Energie und verursachen dadurch kaum Sonnenbrand. Allerdings dringen Sie in tiefere Hautschichten vor und verursachen dort kleine, kaum merkliche Schäden. Diese addieren sich im Laufe der Zeit, bis wir sie erst dann bemerken, wenn es zu spät ist.“


UVB-Strahlung (Wellenlänge 320 – 280 nm) wird auch als „mittleres UV“ bezeichnet. Die energiereiche UV-B-Strahlung wird abhängig vom Zustand der Ozonschicht ebenfalls durch die Atmosphäre ausgefiltert. Aber nicht vollständig: etwa bis zu zehn Prozent der energiereichen UVB- Strahlung erreichen noch die Erdoberfläche. Bei Störungen der Ozonschicht vergrößert sich der auf die Erdoberfläche treffende UVB-Anteil.
B&S: „Für den sichtbaren Sonnenbrand sind vor allem die UVB-Strahlen verantwortlich. Sie sind besonders energiereich und dringen nicht sehr tief in die Haut ein. Dort übertragen sie ihre Energie auf die Moleküle der Haut, die dadurch auseinander fallen können. Die Haut wird dadurch geschädigt und es entstehen freie Radikale. Diese richten weiteren Schaden an. Ist die Strahlung zu stark, entstehen so überall in der Haut kleine Entzündungen. Diese färben die Haut rot: Sonnenbrand.“

UVC-Strahlung (Wellenlänge 280 – 100 nm) ist der kurzwelligste und damit energiereichste Anteil der UV-Strahlung. Sie wird von der Erdatmosphäre in den oberen Atmosphärenschichten vollständig ausgefiltert, so dass natürliche UVC-Strahlung die Erdoberfläche nicht mehr erreicht.

UV SCHUTZ
Um uns vor gefährlicher UV-Strahlung zu schützen, werden seit Jahren Lichtschutzfilter (UV-Filter) in unsere Hautpflege eingebaut. Wenn es in den Urlaub geht, kauft natürlich auch jeder gern Sonnenschutz.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) schützt uns vor UVA bzw. UVB Strahlen. Sogenannte Breitbandfilter schützen vor beiden. Ein Kreis um die Begriffe UVA und UVB auf handelsüblichen Produkten zeigt an, gegen welche Strahlen der jeweilige Filter wirkt. Sind beide eigekreist, habt Ihr ein Produkt mit Breitbandfilter gekauft. Ich habe gelesen, dass in Europa nur noch Produkte mit Breitbandfiltern zugelassen sind. Allerdings fiel mir kürzlich ein Produkt der Drogeriemarke Müller in die Hände, das nur das UVA eingekreist hatte (siehe Bild). Wenn jemand hierzu nähere Informationen über die aktuelle Gesetzeslage hat, dann wäre ich für eine Information sehr dankbar.
Um Produkte mit UV-Schutz auszustatten, verwendet die Kosmetikindustrie chemische und/oder mineralische Filter. Die meisten Hersteller verwenden gleich mehrere Filter in einem Produkt.
Nicht alle UV-Filter sind gleich gut:
B&S: „Es gibt UV-Filter, die unter UV-Strahlen zerfallen. Nicht nur, dass dadurch deren Schutzwirkung nachlässt, ihre Zerfallsprodukte können zudem die Haut reizen. Chemische Sonnenschutzfilter können Allergien auslösen oder durch die Haut in die Blutbahn gelangen, wo die Gefahr besteht, dass sie die Stoffwechselprozesse des Körpers stören.“
Natürlich muss jeder Hersteller alle eingebauten Filter inhaltlich angeben. Die meisten Bezeichnungen bleiben allerdings für uns pures Fachchinesisch und wir wissen kaum, wie welcher Filter wirkt und welches der mineralische und welches der chemische Filter ist. Bei Beyer & Söhne ist man mit der Recherche schon ein ganzes Stück weiter. Ihr findet dort ganz detailliert eine Liste mit allen Filtersystemen und ihrer Wirkung auf den Körper, die „Guten“ und die „Schlechten“. Augen auf also beim Sonnencremekauf.

Dazu mehr im nächsten Beitrag.

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