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Neues aus der Forschung: Haut aus dem Drucker?

Haut, Hautpflege, Forschung
Foto: Guido Werner

Was haben wir alle geschrien und gekämpft und regen uns bis heute darüber auf, dass Tierversuche zwar in Europa verboten sind, aber bis heute für den asiatischen Raum ein MUSS für die Zulassung von kosmetischen Produkten sind. Warum sollen Tiere leiden müssen, nur damit wir uns unbedenklich irgendwelchen neuen Krempel auf die Haut schmieren können? Warum sind Asiaten so wenig mitfühlend der Kreaturen? Insbesondere Chinesen: die häuten ja auch massenhaft Hunde bei lebendigem Leib und nennen das Dog Meat Festival. Allein beim Begriff „Festival“ dreht sich mir bereits der Magen um. Ganz furchtbar!

Heute geht es aber um ein paar interessante Neuigkeiten, die mich als Tierliebhaberin aufhorchen lassen und mich sehr freuen.

Mein Mann brachte kürzlich einen sehr interessanten Artikel mit nach Hause, in dem ich las, dass L’Oréal bereits seit längerer Zeit an der Züchtung künstlicher Haut arbeitet, an der man künftig kosmetische Tests durchführen kann. Die machen nämlich nicht nur Creme, Haarfarbe und Schminke. Nein, offensichtlich forschen die auch. Geld genug haben sie dafür ja zur Verfügung. Das steckt L’Oréal in medizinische und technische Forschung und züchtet in einem Labor in Lyon menschliche Haut. Dabei werden einzelne Zellen in Nährlösungen gesetzt, die das Umfeld des menschlichen Körpers imitieren und zur natürlichen Zellteilung angeregt werden. Eine Woche dauert es, bis so eine Epidermis von einem halben Quadratzentimeter mit einem Millimeter Dicke wächst. In einem Jahr kommen so knapp fünf Quadratmeter in 100.000 einzelnen Hautproben zusammen, die zu Verträglichkeitstests von Kosmetika genutzt und an Pharmaunternehmen verkauft werden.
Anscheinend aber zu langsam für den Konzern.
Jetzt hat sich L’Oréal mit einem amerikanischen Unternehmen zusammengetan und arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung eines speziellen 3D-Druckers, der Haut ausdrucken kann. Bisher stellt Organovo, so der Name der US-Partnerfirma von L’Oréal auf diese Weise bereits Leber- und Nierengewebe für den Merk-Konzern her. NovoGen Bioprinting nennt sich das Verfahren. Hierbei werden Spezifika des Aufbaus und Eigenschaften der gewünschten Hautpartie definiert, anschließend nötige Zellen gezüchtet und in Kartuschen in einer mit Sauerstoff angereicherten Lösung aus Nährstoffen und Mineralien gelagert. Ähnlich wie Farbpatronen werden diese dann in einen Bioprinter gespannt, der die unterschiedlichen Zellen auf die gewünschte Weise zu einer kompletten Hautschicht zusammensetzt. Auf diese Weise soll nicht nur strukturelles Replikat hergestellt werden, sondern so richtig lebendige Haut, die auch auf äußere Reize reagiert.

Und wenn soetwas geht, dann braucht kein Tier mehr unter kosmetischen Versuchsanordnungen zu leiden. Wäre das nicht ganz einfach wunderbar? Ich spende an dieser Stelle Standing Ovations an L’Oréal! Bravo.

Alles Liebe, Eure Anja

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