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Hochprozentig: Alkohol & Kosmetik

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Reden wir doch heute mal über Alkohol!

Dieser Artikel hätte gestern eigentlich doch ganz gut gepasst – anders kann man die aktuellen Wahlergebnisse in den USA wohl kaum ertragen. Ich war so geschockt, dass ich gestern nix veröffentlichen wollte. Aber von einem Alkoholrausch tritt der Mann mit dem schlechten Benehmen und der noch schlechteren Frisur auch nicht freiwillig zurück. Leider!

Also halte ich es, wie geplant:
Es geht um Alkohol in Kosmetikprodukten. Hände hoch – wer weiß da schon so genau Bescheid? Dass wir früher Clerasil auf die Pickel kippten weil hochprozentiger Alkohol durchaus eine desinfizierende Wirkung haben kann. Bei vielen von euch hört es damit aber schon auf. Was ja nicht schlimm ist, denn dafür habt ihr ja eure Schminktante und die hat sich schlau gemacht.

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Kosmetik & Alkohol

In der Kosmetikindustrie ist der Alkohol ein beliebter Inhaltsstoff und wird reichlich eingesetzt. Er wirkt durchblutungsfördernd, tonisierend, erfrischend, antibakteriell und desinfizierend. Keine andere Substanz ist in diesem Umfang in der Lage Bakterien abzutöten und gleichzeitig Fett zu lösen. Er wird gebraucht, weil man anders kaum Wirkstoffe aus bestimmten Pflanzen extrahieren kann, deren Eigenschaften sich die Industrie für das Hautwohl zunutze machen möchte. Am häufigsten findet man ihn in Eau de Toilette, Deo oder Gesichtswasser. Auch Reinigungsprodukte, Körpercreme oder Haarfärbemittel enthalten Alkohol.

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Guter Stoff – Schlechter Stoff

Alkohol wirkt überall gleich. Ist er von guter Qualität und wird sinnvoll seiner Bestimmung zugeführt, bleibt die Welt in Ordnung. Ist es schlimmer Fusel, macht er uns ordentlich Probleme. Das haben uns die Eltern früher schon gepredigt und das ist bis heute so. Auch in der Beautywelt. Man glaubt gar nicht, welche Massen an unterschiedlichen Sorten Alkohol in unseren Badezimmerlieblingen verbaut sind. Und nicht alle Alkohole sind so harmlos wie sie tun.

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Beautyshot mit Hautpflege auf der Hand.

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Der schlechte Stoff

Was Fusel an Kopf macht, macht schlechter Alkohol an Haut: er greift die natürliche Talgschicht der Haut an und kann sie im schlimmsten Fall zerstören. Ergebnis: die Haut trocknet aus.
Als schlechten Alkohol bezeichnen die Chemiker sogenannten vergällten Alkohol. Das ist Trinkalkohol, der ungenießbar gemacht wird. Warum? Weil Trinkalkohol ordentlich besteuert wird und wer will das zahlen? Das Vergällen passiert mittels Phtalaten und zurecht schellen da jetzt bei einigen von euch die Alarmglocken. Phtalate sind nämlich chemische Weichmacher, die fett- und wasserlöslich sind. Sind können über die Haut ausgenommen werden und so in Blut gelangen. Dort richten sie ordentlich Schaden an: Diabetes oder Unfruchtbarkeit können die Folgen sein.
Es empfiehlt sich ein Blick auf die Inhaltsstofflisten, denn es ist ja bekanntlich immer die Menge, die das Gift macht. Je weiter VORN schlechter Alkohol in so einer INCI-Liste steht, umso schädlicher ist er für unsere Haut.
Und natürlich gibt er sich auch nicht so ohne weiteres zu erkennen. Der schlechte Stoff hat viele Namen. Achtet auf diese: Alcohol denat., Ethanol, Ethyl Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol, SD Alcohol und Benzyl Alcohol.

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Merkbox mit Fakten zu schlechtem Alkohol in der Kosmetikproduktion.

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Der gute Stoff

Guter Alkohol greift unsere Haut nicht an. Ganz im Gegenteil: er wirkt antibakteriell und spendet trotzdem Feuchtigkeit. Sie werden als Fett-, Wachs- oder Zuckeralkohole bezeichnet und dienen in Kosmetikprodukten als Geschmeidig- und Dickmacher. Sie werden aus Fettsäuren hergestellt, die in Pflanzenteilen enthalten sind. Als nicht-ionische Tenside sind sie ungiftig, hautfreundlich, gut verträglich, nicht komedogen (begünstigen keine Mitesser) und biologisch abbaubar.  Zuckeralkohol ist zum Beispiel Glycerin, das eine feuchtigkeitsspendende Wirkung hat.
Die guten Alkohole haben natürlich auch bestimmte Bezeichnungen, unter denen ihr sie auf euren Kosmetikprodukten leicht identifizieren könnt. Sie heißen: Behenyl Alcohol, Cetyl Alcohol, Cetearyl Alcohol, D-Glucitol, Lanolin Alcohol, Lycasin, Mannitol oder Mannit, E420, Sorbit oder Sorbitol, E421, Stearyl Alcohol.

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Merkbox mit Fakten zu gutem Alkohol in der Kosmetikproduktion.

 

Literatur

Wer jetzt neugierig ist und noch mehr zum Thema erfahren möchte, der kann sich gern hier belesen:

https://www.highdroxy.de/journal/hautpflege/mythos-alkohol-in-hautpflege/

https://www.hauttatsachen.de/gastbeitrag-verschiedene-alkohole-in-kosmetik/

https://www.ecco-verde.de/info/beauty-blog/ist-alkohol-in-kosmetikprodukten-schaedlich

 

Alles Liebe, Eure
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4 Comments
  • Jessi
    November 11, 2016

    Danke für den sehr hilfreichen Beitrag! Ich werde gleich mal ins Badezimmer marschieren und nachsehen, was ich so an bösem Alkohol finden kann. 😉

    Liebe Grüße, Jessi

  • Anke Schlegel
    November 11, 2016

    Danke für den informativen Beitrag. Bei mir wurde u.a. eine Allergie gegen Benzylalkohol festgestellt.Seitdem schränkt sich meine Produktauswahl extrem ein. Jedes Parfum enthält Benzylalkohol oder gibt es da vielleicht Alternativen die ich noch nicht entdeckt habe ? Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
    Ganz liebe Grüsse
    Anke

    • schminktante
      November 12, 2016

      Ehrlich gesagt, bin ich da auch etwas überfragt. Möglicherweise haben Parfümöle keinen Alkoholgehalt. Und wahrscheinlich hast Du alkoholfreie Parfüms sicher auch längst gegoogelt? Hm…. ich frag mal rum und sobald ich eine zufriedenstellende Anwort gefunden habe, gebe ich Bescheid.
      Tut mir leid für Dich!
      Alles Liebe
      Anja