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Beautyinterview im Juli: Joana von MICARAA

Heute gibt es eine klitzekleine Premiere. Denn normalerweise tritt die Frau, die ich heute befrage nicht so gerne ins Rampenlicht und lässt lieber ihrer Kosmetiklinie den Vortritt. Aber warum sollen wir nicht auch einmal die Personen hinter den Marken kennenlernen. Und vor allem: ihre Ansichten zum Thema Beauty, Kosmetik und Schönheit. Losgelöst von der eigenen Marke zu erfahren, wie sie ihre Beautyroutinen entwickelt haben.

Heute begrüße ich mit Joana Serafin die Gründerin der Naturkosmetikmarke MICARAA. So eine junge Frau haben wir hier selten zu Gast, aber das möchte ich künftig ändern. Es soll hier im Beautyinterview noch vielfältiger und bunter werden und wer weiß, vielleicht kommt uns ja über kurz oder lang auch mal ein Mann im Interview besuchen? Wie fändet ihr das?

Bevor ich abschweife, trete ich zur Seite und wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit dem Beautyinterview im Juli!

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Joana, sag doch mal…


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Stellst Du Dich bitte kurz vor? Was sollen/dürfen die Leser*innen über Dich erfahren? 

Ich bin Joana, 29 Jahre alt und ursprünglich aus dem schönen Allgäu. Aktuell wohne ich in München und meine große Leidenschaft ist meine Naturkosmetik Marke MICARAA, die ich vor 4 Jahren gegründet habe. Ich bin ein Mensch mit einer sehr großen Passion, bei mir geht nur alles oder nichts, halbherzig kann ich nichts durchziehen. Wichtig sind mir aber auch die schönen Dinge im Leben, die Zeit für mich, mit meinen Freunden und meiner Familie, denn ich bin sehr harmoniebedürftig und brauche immer meine Liebsten um mich rum.  

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Wie definierst Du für Dich den Begriff Schönheit? Was empfindest Du als schön? 

Der Begriff Schönheit begleitet mich schon von klein auf. In meiner Jugend war es sehr wichtig dünn zu sein, der Druck durch die Zeitschriften und TV damals war enorm groß. Social Media gab es zwar noch nicht, aber die Schönheitsideale waren viel extremer finde ich, es gab nur eins – eine Frau oder ein Mädchen muss dünn sein und große Brüste haben. Das wurde mir auch im Ballett Unterricht beigebracht, dass ich mit einem Blähbauch aber nicht auf die Bühne kann und der Bauch immer eingezogen sein muss, damit ich auch in die schönen Kostüme passe. Tatsächlich habe ich das gar nicht so viel hinterfragt, das war damals einfach so. Es gab viel weniger Kritik am allgemeinen Bild und auch aus dem Umfeld, jeder hat diesem Bild hinterhergeifert. Ich hatte Glück mit meinen Genen und ich habe viel Sport gemacht, deshalb war ich immer relativ dünn, nur die Oberweite hatte ich nicht und darüber habe ich mir in der späteren Jugend sehr viele Gedanken gemacht und immer die Super Push Ups gekauft oder sogar 2 BHs angezogen, damit es nach mehr aussieht. Allgemein finde ich die Entwicklung, die wir gemacht haben, sehr wichtig. Die Toleranz und Akzeptanz für alle Körperformen und Besonderheiten ist sehr gewachsen in meinen Augen. Männer zeigen sich mittlerweile häufig viel weiblicher und Frauen gehen mehr danach, wie sie sich wohlfühlen – sexy zu sein heißt für mich heute nicht mehr einen Minirock zu tragen, sondern selbstbewusst zu sein und sich in seiner Haut wohlzufühlen. Mittlerweile fühle ich mich meistens schön so wie ich bin, aber ich muss hier auch ehrlich sein, denn das ist ein ständiger Prozess und ich habe auch manche Tage, an denen ich mich einfach nicht wohlfühle in meinem Körper.

Schönheit ist für mich, zu sich zu stehen, sich für seine eigene Individualität zu lieben, sich stark für andere zu machen, die eventuell gerade nicht stark sein können und sich immer wieder zu hinterfragen. Denn nur wer mit offenen Augen durch die Welt sieht, sieht auch die ganze Schönheit, die sie bietet.

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Bist Du eher ein Beautyjunkie oder hältst Du es im Badezimmer eher pragmatisch? 

Für mich war weniger schon immer mehr, ein paar gute Produkte statt viele unnötige sind hier meine Vorgehensweise. Das habe ich schon früher von meiner Mama gelernt, wobei die Pflege hier auch immer wichtiger war als Make-Up. Wenn ich ein Make-Up gefunden habe, das zu meiner Haut passt, dann bleibe ich auch dabei und leider war ich auch nie besonders gut darin mir den perfekten Lidstrich zu ziehen oder Contouring aufzutragen. Die Basis für meine Haut war immer natürliche Pflege, hat damals mit Weleda angefangen, als Naturkosmetik noch super öko war und ist heute meine Naturkosmetikmarke MICARAA. Denn nur wenn die Haut gesund ist, kann Make Up sie noch in Szene setzen. 

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Worauf achtest Du bei der Wahl Deiner Beautyprodukte? 

Hochwertige Inhaltsstoffe und eine schöne Haptik und Konsistenz war mir schon immer wichtig. Mittlerweile setze ich auch noch viel mehr auf Design, denn was in meinem Badezimmer steht, wird nicht im Schrank versteckt, sondern steht mitten auf meinem Regal. Außerdem bin ich durch meine tägliche Arbeit mit Kosmetik noch viel kritischer geworden, welche Inhaltsstoffe ich wirklich an meine Haut lasse und was nur Marketingversprechen ist. Da reagiere ich empfindlich, wenn ich merke, dass Produkte nicht ehrlich sind oder nicht nachhaltig sind. Die Plastikverschmutzung ist ein Riesenproblem auf unserer Erde und Kosmetik sollte nicht dazu beitragen, dieses noch zu verschlimmern.

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Wir werden ja alle nicht jünger. Wie gehst Du damit um, dass sich auch Deine Haut mit zunehmendem Alter verändert?

Mit dem Alter komme ich aktuell noch nicht so gut klar, nächstes Jahr werde ich 30, das macht schon etwas mit mir. Früher war immer der Gedanke oje 30 so alt, da bin ich bestimmt richtig erwachsen. Eigentlich merke ich nur, dass mein Körper langsamer regeneiert und weniger verträgt als früher. Meine Haut nimmt mir sehr übel, wenn ich zu wenig schlafe, mich schlecht ernähre oder mir keine Auszeit nehme. Dann wird sie direkt fahl und ich bekomme Stresspickel und die ersten Fältchen machen sich auch schon bemerkbar. Noch bin ich relativ entspannt und werde mir weiterhin gute Pflege gönnen, weil meine Haut das einfach braucht und man schon früh damit anfangen sollte.Und wie meine Mama immer so schön sagt „Man ist immer nur so alt, wie man sich fühlt“ und sie ist schon über 60 und fährt damit sehr gut, das ist mein Vorbild.

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Welche Einstellung hast Du zu schönheitsästhetischen Eingriffen?

In meinem Umfeld fangen die ersten schon an sich Botox zu spritzen gegen die Zornesfalten oder für die Mundwinkel und Brust Operationen waren auch schon hier und da. Ich habe davor großen Respekt und für mich ist es aktuell keine Option. Ich will aber auch niemanden verurteilen, der dies machen lässt, solange man sich selbst treu bleibt und es wirklich für einen selbst macht, sehe ich da nicht das Problem. Sehr wichtig ist zu einem guten Arzt zu gehen und nicht einfach irgendwo hin und, dass man sich das wirklich gut überlegt, denn es ist und bleibt ein Risiko.

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Hat sich Deine Einstellung zu Hautpflege und Make up über die Jahre verändert? 

Absolut! Früher habe ich erst das verwendet, was mir meine Mama hingestellt hat, Gott sei Dank war es Naturkosmetik. Sobald ich auf eigenen Beinen stand, war es Hauptsache günstig und effektiv, zumindest bei Make-Up. Da waren auch die ein oder anderen wirklichen Fehlkäufe dabei, z.B. viel zu dunkles Make-up um brauner auszusehen oder Bräungspflege die fleckig wurde. Die Pflege war immer das erste was ich mir gegönnt habe, wenn es möglich war, denn das Gefühl von einer hochwertigen Creme oder einem Serum ist einfach unschlagbar. Da fühl ich mich einfach wohl und meine Haut merkt das auch sofort und strahlt auf mein gesamtes Wohlbefinden aus.

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Welche Produkte bzw. Tools dürfen in Deiner täglichen Make up Routine nicht fehlen?

Bei mir steht jeden Morgen und jeden Abend meine Routine an, die mit der Zeit immer länger wird. Eine gute Reinigung ist das A und O, bis wirklich jeglicher Schmutz und Talg entfernt ist. Danach ein Toner zum Glätten und Erfrischen, hier liebe ich Face Mists vor allem im Sommer mit leichtem Sprühnebel. Danach kommt ein Augenserum mit Vitamin C, ein Hyaluron Gesichtsserum und je nach Wetter noch eine reichhaltige Creme oder ein Öl. Meine Haut ist sehr trocken und braucht deshalb viel Feuchtigkeit. Das allerwichtigste was ich jeden Tag nach der Dusche mache, egal wie spät ich dran bin oder wie viel Uhr es ist, ist mich einzucremen mit einer Bodylotion. Das mache ich schon immer jeden Tag und evtl. bin ich auch etwas süchtig, denn ohne kann ich das Haus nicht verlassen.

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Hast Du einen persönlichen Beautyfavoriten? 

Mein Lieblingsinhaltsstoff ist Hyaluronsäure – old but gold, tut meiner Haut einfach gut und strafft. Mein Lieblingsprodukt ist mein MICARAA Hyaluron Serum, das verwende ich jeden Tag und schwöre wirklich drauf, nie wieder ohne! Und ganz wichtig für mich ist der Augen Make-Up Entferner von Maybelline, den zweifarbigen, den nutze ich wirklich schon immer und nichts anderes kommt an meine Augen. Andere Produkte sind mir zu ölig oder unangenehm oder reinigen nicht ausreichend. Für dieses Produkt laufe ich auch schon mal mehrere Läden ab, damit ich es bekomme, ohne geht gar nicht. Es muss also nicht immer das teuerste sein, hier bleibe ich denke ich für immer treu. Eine nachhaltigere Verpackung würde ich mich hierfür noch wünschen, aber da muss man manchmal Kompromisse machen.

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Gibt es irgendeine Begebenheit im Zusammenhang mit den Thema Beauty, von der Du sagst: nie wieder?

Ich habe häufig in die falsche Farbtube bei Make Up gegriffen, vor allem als man unbedingt braun sein wollte und sogar fleckige Haut bei Bräunungsölen in Kauf genommen hat. Das war schlimm. Außerdem finde ich aggressive Reiniger mit viel Alkohol wirklich bedenklich, das schadet der Haut mehr, als, dass es nützt und hier war Clearasil in meiner Jugend hoch im Kurs oder Zahnpasta auf Pickel – keine gute Idee!

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The worst case: Du strandest ohne jegliches Gepäck in einer fremden Gegend. Auf welche 3 Beautyprodukte kannst Du keinesfalls verzichten und musst diese unbedingt besorgen? (wenn wir mal davon ausgehen, dass Du im Hotel Zahnpflegekit, Duschgel und Shampoo bekommst) 

Auf keinen Fall verzichten kann ich auf mein MICARAA Hyaluron Serum, eine Sonnencreme für sensible Haut und eine reichhaltige Bodylotion, das benötige ich unbedingt, um mich wohlzufühlen.

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Was hält Dich jung? 

Definitiv Sport, das ist so wichtig in meiner Routine. Aber auch mal alles etwas lockerer zu sehen und häufiger etwas zu riskieren. Mit der Zeit neigt man dazu die Dinge zu sehr zu überdenken oder sich zu viele Sorgen zu machen, deshalb ist meine Devise hier – einfach mal machen! Man kann nur daraus lernen und etwas Risiko und Spannung hält einen jung. Die Ruhezeiten und achtsamen Momente sind es aber auch auf der anderen Seite. Wirklich auf seinen Körper zu hören und ihm das zu geben, was er dir sagt.

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Hast Du ein Schönheitsideal? Jemand, von dem Du sagen kannst, dass er Dich beautytechnisch inspiriert? 

Auf jeden Fall meine Mama – sie hat mir gezeigt, dass weniger mehr ist und Schönheit eher auch daraus besteht zu sich zu stehen, seine Meinung zu sagen, sich etwas zu trauen und nicht klein beizugeben. Das macht es für mich aus und dafür bin ich super dankbar. 

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Welchen Rat würdest Du Deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

Hör auf dein Herz, sei dankbar und trau dich was. Die Intuition leitet mich schon immer gut durch mein Leben und darauf hätte ich noch mehr hören sollen. Man selbst weiß meistens am besten was gut für einen ist und daher sollte man nicht zu viel auf andere hören. 

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Was wünschst Du Dir für die Beauty-Zukunft? 

Noch viel mehr Transparenz und Toleranz. Die Beauty Industrie hat einen großen Anteil an der Selbstwahrnehmung von vor allem jungen Frauen und sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein. Leider wird häufig noch ein falsches Schönheitsideal vermittelt, auch wenn es schon an vielen Stellen in die richtige Richtung geht. Außerdem trägt die Industrie sehr zur Umweltverschmutzung mit bei, sei es durch Inhaltsstoffe, Produktion oder durch das Packaging und damit müssen wir aufräumen. Mir geht es dabei um achtsamen Konsum – bewusst und achtsam auswählen, was ich wirklich brauche und hinterfragen, was ich da wirklich auf meine Haut schmiere. Für Kosmetik sollte kein Tier leiden und kein Meer mit Mikroplastik verschmutzt werden und da muss sich jeder an die eigene Nase fassen, denn jeder hat seinen Beitrag und einen Einfluss darauf.

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Liebe Joana,

ich danke Dir sehr, dass Du Dir heute die Zeit für uns genommen hast. Und ich freue mich noch mehr, wenn wir diesen Talk morgen Abend auf Instagram noch ein bisschen fortsetzen.

Wer mag, ist am Montag (11.7.22) recht herzlich um 20 Uhr auf meinen Instagram-Kanal eingeladen!

Alles Liebe, Eure Anja

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