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Mikrodermabrasion mit Philips

Einerseits bin ich großer Fan von Beautytools, andererseits bin ich aber auch mega-kritisch, was auf meinen beruflichen Hintergrund zurückzuführen ist. Wenn mir jetzt jemand etwas von Mikrodermabrasion erzählt, die man selbstständig und zuhause durchführen kann, dann werde ich  A) hellhörig und B) zieht sich eine Augenbraue wenig diskret in die Höhe, während sich das andere Auge zu einem schmalen Schlitz verengt.

Warum?

Weil ich gelernt habe, dass Mikrodermabrasion eine Technik ist, die zur apparativen Kosmetik gehört und die ausschließlich von gut ausgebildeten Fachkräften in dafür autorisierten Salons bzw. Praxen auszuführen ist, um für seriös befunden zu werden. Bei der Mikrodermabrasion werden im ursprünglichen Sinn mittels Pust- und Saugrohr mikrofeine Kristalle in einem Affenzahn auf die Haut abgefeuert und schrubbeln dort sehr effektiv abgestorbene Haut weg. Im gleichen Schritt saugt der kleine Schlauch den ganzen Kram auch wieder von der Haut herunter. Der Effekt: glattere und reinere Haut bei sichtbar verfeinertem Hautbild. In einem ganztägigen Fachseminar bekam ich erklärt, worauf unbedingt zu achten sei. Und das waren ganz schön viele Dinge…

Und jetzt soll das auch zuhause klappen?
Ich bin irritiert als ich das kleine Päckchen mit dem darin befindlichen Philips VisaCare in den Händen halte. Nix Kristalle und Saugrohr an rollbarem kühlschrankgroßem Gerät… Was ich auspacke verführt meinen Mann zu einem hintergründigen Grinsen. Mich auch. Und erst recht müssen wir prusten, als ich vorlese, dass das kleine Gerät auf keinen Fall verwenden soll „für andere Zwecke als das Massieren und sanfte Entfernen der toten, oberen Hautschicht, um die normale Hauterneuerung zu beschleunigen.“

Philips, Visacare, Microdermabrasion
Auch beim VisaCare ist das Ziel, die Haut gleichzeitig zu massieren und zu peelen. Was aussieht, wie ein Edelvibrator (ja, jetzt isses raus), bietet ein DualAction Air Lift- und Peelingsystem, das die Hauterneuerung anregt und sie glatter, fester und strahlender machen soll. Mitgeliefert werden 2 Aufsätze. Einer für sensible Haut, einer für normale. Die Behandlung wird 2x wöchentlich empfohlen, anfänglich mit dem Sensitive-Aufsatz, später auch mit dem Normalaufsatz. Beide unterscheiden sich farblich voneinander. Beide haben ein Loch in der Mitte, durch das die Haut angesaugt und damit massiert und die Lymphe aktiviert werden soll und beide haben um das Loch herum einen Keramikring, der sich grobkörnig anfühlt, was dem Peeling dient.

 

Philips, Visacare, Mikrodermabrasion
Die Aufsätze… nicht mehr ganz sauber, da schon benutzt. Sorry! 😉
Philips, Visacare, Mikrodermabrasion
Die kleine, elegante Ladestation. Kabel hintendran und los gehts. Dient bei aufgeladenem Gerät als Halterung.

Nachdem das Gerät aufgeladen ist, gehts los.
Wie empfohlen, führe ich mit der einen Hand das Gerät, mit der Anderen spanne ich meine Haut leicht. Gar nicht so einfach. Denn die komplette Wirkung ist erst dann erreicht, wenn der Saugkopf auf der Haut bleibt und man ihn von links nach rechts oder von oben nach unten bewegen kann. Das hat anfangs ganz schön gedauert und weil ich ja nicht den längsten Geduldsfaden habe, wäre das Ding auch fast sofort in einer Ecke gelandet. Aber ich lass‘ mich ja von so einem Saugknopf nicht unterkriegen. 😉
Mittlerweile funktioniert das Ganze gut. Ich empfehle, kleinere Areale zu bearbeiten und beispielsweise auf der Stirn nicht komplett von der linken auf die rechte Seiten fahren zu wollen. Nach den ersten Behandlungen habe ich keinen großen Unterschied bemerkt, weshalb ich dann auch zum Normalkopf gewechselt bin. An einigen Stellen habe ich dann wohl auch zu fest aufgedrückt und hatte knutschfleckähnliche Flecken auf dem Jochbein. Also heller als ein Knutschfleck, aber sichtbar. Glücklicherweise gingen die aber nach einer hautberuhigenden Maske und nur wenige Stunden nach der Behandlung auch wieder weg. Wir lernen: nicht so doll aufdrücken und nicht sofort sichtbare Ergebnisse erwarten. „Gut Ding…“ und so.
Nach einigen Wochen (meine Kosmetikerin ist kurz davor, mir die Freundschaft zu kündigen) sieht meine Haut zwar nicht 20 Jahre jünger, aber immerhin fein und relativ ebenmäßig aus. So, wie nach einer Kosmetikbehandlung. Ich bin nach wie vor vorsichtig und habe mich auf eine Behandlung pro Woche mit anschließender Pflegemaske eingeschossen. Alle 8 Wochen darf dann auch die Kosmetikerin wieder ran …und hat nichts zu meckern. Scheint also, als ob diese andere Art eines Peelingverfahrens seine Wirkung hat.

Philips, Visacare, Mikrodermabrasion
Fazit:
Eine schöne und relativ unkomplizierte Art, seine Haut zu pflegen und zu aktivieren. Gut, weil nicht so abrasiv, wie ein Gerät beim Profi und deshalb verbraucherfreundlich. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung ist umfangreich und enthält alle (Warn-)Hinweise, die für eine Mikrodermabrasionsbehandlung unerlässlich sind. Die sind nämlich wirklich wichtig. Zum Beispiel, dass man ja ordentlich Haut wegschrubbelt und die darunter befindliche Hautschicht noch ganz neu und entsprechend lichtempfindlich ist, weshalb ausdrücklich ein Sonnenschutz anempfohlen wird. Der Hinweis auf einen hohen LSF (mind. 30) wäre wünschenswert.
Mit 249 € ist dieses kleine Beautytool zwar kein Schnäppchen, rentiert sich aber bei regelmäßigem Gebrauch.

Alles Liebe, Eure
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2 Comments
  • SandyF
    November 10, 2015

    Hallo Schminktante!

    Ich bin nicht der Typ der viele Pickel hat, allerdings habe ich ab und zu ein Monster im Gesicht (am Kinn, Hormone… :(). Das wäre noch gar nicht das Problem, aber die Narben danach bleiben ewig lang. Die kleinen bösen grauen Flecken… Letztes Jahr habe ich mich entschieden Microdermabrasion auszuprobieren. Ich war in Bern bei . Die Behandlung hat mit Nachbehandlung 145 CHF gekostet (so ungefhr 135 Euro). Ist nicht so günstig aber ich hatte echt ein super Ergebnis! Wie Du auch bin ich eher skeptisch mit Sachen von Beautytools oder Techniken, die eigentlich von Fachpersonen benutzt oder durchgeführt werden sollten. Ich überlege mir aber auch das Philips Gerät zu bestellen. Meine Frage ist: hast Du das Gerät dann öfters benutzt? Lohnt es sich so ein Gerät zu kaufen? Bringt das was? Oder sollte ich eher bei der Behandlung im Beauty House bleiben? Vielen Dank für Deine Antwort.

    • schminktante
      November 10, 2015

      Liebe Sandra,
      Beautytools für zuhause werden von den Firmen so konzipiert, dass man in der Heimanwendung keine größeren Schäden durch falsche Handhabung verursachen kann. Eine Microdermabrasion bei einer ausgebildeten Kosmetikerin wird also immer sehr viel intensiver und demnach auch wirkintensiver sein. Mit dem Gerät von Philips hast Du ein Tool, mit dem Du den großen Oschis am Kinn möglicherweise sanft vorbeugen kannst, weil es Deine Hautschüppchen regelmäßig runterholt und der Talg somit ungehindert aus den Poren abfließen kann. Die Kosmetikerin hat dann entsprechend weniger zu tun und die Behandlung evtl. damit preiswerter, weil Du nicht so viele davon benötigst? Ist doch ein Argument, oder?
      Alles Liebe,
      Anja