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Auf dem Weg zum eigenen Duft

Nach dem FabForties Podcast über Düfte im Dezember letzten Jahres haben mich ganz viele von euch per Direktmessage, E-Mail oder Kommentar nach dem Namen von „meinem“ Duft gefragt…

Bis heute bin ich euch allen eine Antwort schuldig geblieben. Das dürft ihr mir bitte um Himmels Willen auch nicht übelnehmen! Ich teile hier wirklich gern alles mit euch, was Beautydinge angeht. Aber in Sachen Signature-Duft bin ich ein kleiner Monk. Meine Lieblingsparfums sind meins, bleiben meins, soll kein anderer nach riechen. Was natürlich blöd ist, denn es gibt sicher viele andere Menschen, die danach duften, sonst würden die Marken manche Düfte ja aus dem Programm nehmen, würde sie keiner außer mir kaufen. Aber trotzdem…. ist wirklich nicht böse gemeint, aber zu meinen zwei absoluten Signature-Düften werde ich weiter schweigen!! Dafür zeige ich euch kommende Woche in den Monatslieblingen aus dem Januar einen tollen Duft, den ich erst kürzlich bekommen habe und den ich sehr gern mag. er wird kein Signature Duft werden, aber trotzdem immermal wieder benutzt.

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Ein kleiner Duftguide, zusammengestellt von Schminktante Anja Frankenhäuser. Wie geht Parfüm und worin unterscheiden sich teure von preiswerten Düften?

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Finde Deinen Duft

Einige von euch haben mir geschrieben, dass sie noch immer auf der Suche nach ihrem ganz eigenen „Signature Duft“ sind und gern mal meine Düfte schnuppern würden, ob sie eventuell auch zu ihnen passen könnten…

Hm….

Kinder, das mit Düften ist so ne Sache:
Ein Duft, der an einer Person ganz hervorragend duftet, muss am eigenen Körper nicht unbedingt das gleiche Oevre entfalten. Ich habe mir zwar zu Weihnachten den Duft gewünscht, den meine Kollegin Ulla auf der Fashionweek trug und den ich so umwerfend fand, dass ich ihr am liebsten den ganzen Tag hinterhergelaufen wäre… aber das hätte bei mir auch richtig schiefgehen können.

Isses glücklicherweise nicht. Denn dieser Duft liegt in der Nähe meines Alltime-Favortien und passt ganz hervorragend zu mir. Puhhhh! 🙂

Den eigenen Duft zu finden, hat (so glaube ich zumindest) ganz viel mit der eigenen Persönlichkeit zu tun. Wie gut man sich selbst kennt. Wie sehr man bei sich ist. Wie stark man den eigenen Stil schon gefunden hat. Ob man lieber immer gleich duftet, weil man „das“ dann einfach ist oder ob man gern wechselt. Bei vielen Menschen variieren die Duftgelüste ja nach Jahreszeiten oder Stimmungen oder nach Kleidungsstilen.
Meine liebe Bloggerfreundin Flo zum Beispiel ist eine Frau, die ein riesiges Spektrum an Düften verwaltet. Sie hat Noten, die sie in Parfums bevorzugt und Duftinhalte, die sie gar nicht mag. Und sie kann Düfte beschreiben wie keine andere, die ich kenne. Schaut unbedingt mal bei ihr auf dem Blog Der blasse Schimmer vorbei!

Herauszufinden, welche Grundnote am besten zu einem passt, ist glaube ich die erste und schwerste Hürde. Also ob man eher der „erdige“ Typ ist, der „orientalische“ Typ oder der „blumige“. Ob eher schwere Düfte zu einem passen oder eher frische und leichte… Vielleicht hilft euch ein bisschen Duftwissen weiter auf dem Weg zu „Eurem“ Signature-Duft??

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Ein kleiner Duftguide, zusammengestellt von Schminktante Anja Frankenhäuser. Wie geht Parfüm und worin unterscheiden sich teure von preiswerten Düften?

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Duft – Wissen

Ein Parfum setzt sich in der Regel aus 150-250 einzelnen Bestandteilen zusammen, die in verschiedene Noten aufgeteilt werden. Die klassische Duftkomposition basiert auf der Duftpyramide die sich von der Basisnote über die Herz- und Kopfnote aufbaut. Wobei man bei der Schnüffelei immer zuerst die Kopfnote wahrnimmt.
Das Zusammenspiel aller Bestandteile in der richtigen Duftkomposition entscheidet darüber, ob uns ein Duft gefällt oder nicht.

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Kopfnote

„Vorhang auf, jetzt komm ich!“ Sie ist quasi die Ouvertüre zu jedem Duft. Zugehörig sind also Duftnoten, die wir direkt nach dem Auftragen wahrnehmen. Sie sind intensiv, aber sie verfliegen auch schnell wieder. Oft werden für die Kopfnote frische und spritzige Nuancen eingesetzt, wie zum Beispiel Bergamotte, Zimt, Minze, Gräser oder Zitrusfrüchte.

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Herznote

Wie ihr Name vermuten lässt, prägt sie den Charakter des Duftes und verbindet Kopf- und Basisnote miteinander. Sie entfaltet sich vollends ungefähr 10 Minuten nach dem Auftragen und macht ca. 50-80% eines Duftes aus. Duftstoffe, die für die Herznote verwendet werden, verflüchtigen weniger schnell und duften insgesamt länger als die der Kopfnote. Gern werden dafür blumige Riechstoffe ausgewählt, wie etwa Iris, Jasmin oder Rose. Aber auch Gewürze wie Anis oder das Süßgras Vetiver, Honig oder Beeren sind für Herznoten beliebt.

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Basisnote

Sie ist das Fundament eines Duftes, trägt und stabilisiert ihn. Aber sie rundet ihn auch ab. Denn die Basisnote entfaltet sich ebenfalls erst einige Minuten nach dem Auftrag und besteht aus Düften mit einer sehr langsamen Verflüchtigung, die auch nach mehreren Stunden noch wahrnehmbar sind. Oft sind es würzige und warme Aromen, die wir gern als sinnlich, tiefgründig oder schwer bezeichnen. Dazu gehören gern Sandelholz, Patchuli, Vanille, Moschus, Weihrauch und allerlei andere Hölzer. Sie werden auch als Fixateure bezeichnet, weil die schwer flüchtigen, länger haftenden Duftstoffe die leichteren Bestandteile eines Parfums festhalten.

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Ein kleiner Duftguide, zusammengestellt von Schminktante Anja Frankenhäuser. Wie geht Parfüm und worin unterscheiden sich teure von preiswerten Düften?

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Der feine Unterschied – Eau de Toilette & Eau de Parfum

Habt ihr euch auch schoneinmal gefragt, worin die Unterschiede zwischen einem Eau de Parfum und einem Eau de Toilette liegen? Ich habe ein bisschen recherchiert und folgendes für euch herausgefunden:

Es gibt in der Qualitätspalette weitaus mehr Stufen eines Duftwassers. Geht bei Extrait de Parfum los: es ist eine der reinsten und hochwertigsten Duftstoffkombinationen überhaupt. Wenn ihr soetwas mal geschenkt bekommen solltet, hat sich wahrscheinlich jemand richtig Gedanken um diesen Duft gemacht.
Weiter geht es mit Eau de Parfum und Eau de Toilette: das Eau de Parfum enthält im Vergleich zum Eau de Toilette ein wesentlich höheres Duftkonzentrat. Wohingegen im Eau de Toilette mehr Alkoholanteile verarbeitet werden. Deshalb ist ein Eau de Toilette im Duft wesentlich flüchtiger als ein Eau de Parfum und kann großzügiger aufgetragen werden. In einigen Fällen ist ein EdT auch minimal anders zusammengesetzt als ein EdP, obwohl es den gleichen Markennamen trägt.
Ein Eau de Parfum wird aus diesen Qualitätsgründen auch immer teurer sein als ein Eau de Toilette.
Das Eau de Cologne ist die vierte Range unter den Duftwässern. Ursprünglich als Erfrischungswasser erdacht, beinhaltet es den geringsten Duftstoffanteil und ist entsprechend flüchtig in der Duftnote, liegt dafür preislich aber fast immer am günstigsten. 

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Wie findet man aber nun seinen ganz persönlichen Signature Duft?

Da zitiere ich jetzt gern mal die Fachleute vom DVRH, dem Deutschen Verband der Riechstoff-Hersteller e.V.:

„Durch Ausprobieren. Wer ein Parfüm wirklich beurteilen will, muss eine Weile mit ihm gelebt haben. Erst dann weiß man, in welcher Konzentration man es mag, zu welcher Tageszeit und zu welchen Gelegenheiten. Es lohnt sich, Stammkunde in einer Parfümerie zu sein, dann nämlich sind die Verkäuferinnen großzügiger mit Proben. Zum Probieren empfiehlt sich eine geringere Konzentration des Duftwassers, wie etwa das Eau de Toilette.“

Ich bin kein Duftexperte. Aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass der erste Schritt der ist zu definieren, was Euer persönlicher Stil ist und welche Grundrichtung EUER Duft haben soll.

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Ein kleiner Duftguide, zusammengestellt von Schminktante Anja Frankenhäuser. Wie geht Parfüm und worin unterscheiden sich teure von preiswerten Düften?

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Mein Stil – Mein Duft

Ich will es euch mal an meiner Person erklären:

Mein Stil ist eher sportlich-elegant, um es mal weit zu fassen. Ich mag es klassisch mit einem Hauch Avantgarde. Also zum Beispiel schlichte Kleidungsstücke mit einem extravaganten Schnitt oder Detail. Am liebsten in klaren Farben wie Weiß, Dunkelblau (okay, Himmelblau mag ich auch), Grau. An Rottönen bevorzuge ich ein klares Rot und die kräftigen Apricottöne, die nicht ins Orange driften. Muster gehen bei mir nicht wirklich – maximal Tupfen oder Punkte bzw. Streifen (die unbedingt, weil Streifen gehen ja immer). Ich trage gern Armbänder und Ringe, fühle mich aber mit Ohrringen und Ketten immer ausgestattet wie ein Weihnachtsbaum, weshalb ich nur seeeeehr selten Ketten und Ohrringe trage.
Glitzer und Glitter mag ich gern – aber keinesfalls an mir!

Wisster schonmal Bescheid!

Dufttechnisch liebe ich es genauso klar und klassisch. Kein Schnickschnack. Es darf tiefgründig und sinnlich und ein bisschen geheimnisvoll sein, aber bitte um Himmels Willen nicht schwülstig und zu orientalisch. Erdige, holzige Noten mit einem Hauch(!!) von Bourbonvanille und einer frischen, aber eher würzigen Note.
Im Sommer mag ich es gern auch sanft und sauber vom Duft her.

So! Das ist jetzt aber wirklich genug gespoilert! Verratet Ihr mir, welche Nuancen Ihr in einem Parfum gern riecht oder seid ihr mit mir eingeschnappt und macht auch auf Duft-Monk?? 😉 

 

Alles Liebe, Eure
signature

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8 Comments
  • Andrea
    Januar 28, 2018

    Ich mag warme Düfte. Mit aquatischen Noten oder diesen 08/15 blumig-fruchtigen kann man mich jagen. 🙂 Einen Signaturduft habe ich trotz meiner etwas ausgeuferten Sammlung schon seit 2014: „Sharp“ von Andrea Maack. Der Duft ist inzwischen nicht mehr erhältlich (ich hoffe auf eine Neuauflage), aber ich habe Backups, die vermutlich noch 10 Jahre ausreichen werden!

    Liebe Grüße,
    Andrea

  • Claudia
    Januar 28, 2018

    Trotz häufiger Versuche, etwas neues zu probieren, wirds bei mir im Sommer immer zitrisch. Da nehme ich meist etwas aus der Aqua allegoria Serie von Guerlain. Im Winter solls etwas Wärmeres sein, da ist die Wood Serie von Dsquared mein Liebling, ausser Cristal Creek Wood. Ich habe es auch mal mit teureren seltenen Düften versucht ( Darf man eigentlich Online Händler erwähnen, die auch Proben nach Wunsch liefern?), bin aber oft von der nur kurzen Haltbarkeit des Dufts enttäuscht.

    Einen schönen Sonntag noch,
    Claudia

  • Margret
    Januar 28, 2018

    Auf der Suche nach Düften, die begeistern, darf der von Kollegin Ulla auf der Fashionweek verraten werden? Würde mich interessieren…

    • schminktante
      Januar 28, 2018

      Dass ich ein Duft-Monk bin, habe ich ja erklärt. Und da der Duft von der Kollegin mittlerweile einer meiner beiden Signatures ist, bleibt der Name geheim. Sorry!
      LG
      Anja

  • Minka
    Januar 28, 2018

    Ich hätte gerne einen Duft. Dummerweise riechen die meisten Parfum bei mir nach 10 Minuten nach billiger Seife. Woran das liegt, weiß ich nicht. Beruflich habe ich dazu noch Duftverbot. Ich muss geruchsneutral sein. Nach dem Podcast habe ich aber beschlossen einen neuen Anlauf zu nehmen, nur für mich privat. Ich hätte gerne einen Duft, der nach Sonne und Meer riecht.

  • Exilberlinerin
    Januar 31, 2018

    Sowieso riechen Parfums ja an jedem anders, wie Du auch schon sagtest. Persönlich liebe ich eine Patchouli-Basis, aber lady-like und frisch interpretiert, wie z.B. in Coco Mademoiselle, oder in dem sündhaft teurem „Portrait of a Lady“. Das ist aber dermassen teuer, dass ich es schon fast unmoralisch finde. Wenn ich das drauf habe (und zwar in der Nischen-Parfumerie aufgesprüht oder als Tester abgefüllt bekommen, als ich dort Weihnachtsgeschenke einkaufte), werde ich auch von wildfremden, anderen Ladies manchmal drauf angesprochen, irgendwann wird es also doch bei mir landen, wenn ich mal reich bin, hüstel.

    • schminktante
      Januar 31, 2018

      Hihi…. was wir alle machen würden, wenn wir mal reich sind…das könnte sicher Bände füllen.
      Von diesem sündteuren Duft habe ich noch nie gehört. Jetzt bin ich neugierig und informiere mich gleich mal. 😉
      Alles Liebe
      Anja

      • Exilberlinerin
        Februar 1, 2018

        Von Frédéric Malle. Im Laden in Belgien kostet es 250 Okken, im Netz habe ich es aber auch schon für knapp 200 gesehen, das „geht“ ja beinahe noch. Obwohl, ist schon ’ne Bank.

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