Beautyinterview: Im Bad der Keksfabrikantin

Wir haben zwar hier ein bisschen Sommerpause, aber wir werden doch nicht das Beautyinterview ausfallen lassen, wenn wir es mit einer waschechten Keksfabrikantin zu tun bekommen ??

Nein. Nein. NEIN! :-)

Titelbild Beautyinterview

 

Heute habe ich eine echte Großunternehmerin zu Besuch. Sie ist 46 Jahre alt, hat zwei erwachsene Kinder und ist seit 21 Jahren mit ihrer Jugendliebe verheiratet. Offen gesagt: DAS hätte ich niemals gedacht! Nichtmal ansatzweise! Denn sie wirkt viel jünger, wenn man Fotos von ihr betrachtet.
Beruflich hat sie mit süßen Verführungen zu tun. Sie leitet nämlich in  dritter Generation ganz allein ein echtes Familienunternhemen: die Verdener Keks- und Waffelfabrik. Und ehrlich gesagt bin ich (um meiner Figur Willen) ein bisschen froh, dass wir das Interview virtuell geführt haben und ich nicht in Versuchung geriet, Kekse zu probieren… Wo ich doch Waffeln über alles liebe und mein Mann ein echtes Krümelmonster ist.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Vorhang auf für die super sympatische, dynamische Keksfabrikantin Anita Freitag-Meyer!

Das Beautyinterview im Schminktantenblog mit Keksfabrikantin Anita Freitag-Meyer.

Welche Einstellung hast Du zum Thema Beauty? Bist Du eher ein Beautyjunkie oder hältst Du es im Badezimmer eher pragmatisch?

Ich hatte schon immer eine große Affinität zum Thema Beauty. Das fing mit 15 Jahren an und begeistert mich bis heute. Ich lese etwa 20 Zeitschriftentitel im Monat, eine Vielzahl davon hochwertige Frauenmagazine. Ich blättere die nicht nur, sondern ich lese auch jeden kleinen Bildtext und denke, dass ich so ziemlich gut informiert bin, was gerade auf dem Markt passiert. Innovationen aus dem Beautybereich interessieren mich dabei besonders. Ich kaufe auch immer alles sofort, was bahnbrechend neu erscheint und teste es. Auch vor elektrischen Geräten mache ich keinen Halt. Damit könnte ich inzwischen handeln!

Beschreibe die für Dich perfekte Hautpflege?

Die perfekte Hautpflege muss Ergebnisse bringen, sollte leicht sein, nicht auf der Haut liegen und schnell einziehen. Mattierende Effekte mag ich gern und das Produkt darf auch gern Fältchen retuschieren.

Thema Make up: Welche Utensilien dürfen in Deiner täglichen Make up Routine nicht fehlen?

Meine Make-up Routine ist sehr eingespielt und läuft jeden Morgen beinahe automatisch wie im Schlaf ab:

  • Reinigungsschaum (Shiseido Pureness Deep Cleansing Foam) unter der Dusche
  • Gesichtswasser (Garnier Mizellenwasser)
  • Leichte Tagespflege (Le Jour von Chanel)
  • Augenpflege (Advanced Night Repair Eye von Estee Lauder)
  • Make up (Maestro von Armani)
  • Concealer (Benefit Stay don’t stray)
  • Loser Puder (Make up forever HD Powder)
  • Rouge und vor allem Bronzing Powder (davon habe ich so viele, da wechsle ich fast täglich)
  • Als Base auf den Augen benutze ich Mac Paint Pot „Painterly“
  • Ebenso jeden Tag Lidschatten in einem hellen Grundton und in der Lidfalte gern ein leichtes Braun
  • Bei Wimperntusche habe ich auch schon alles ausprobiert und hänge im Moment sehr an der Armani Black Ecstasy.
  • Für die Lippen benutze ich nur Gloss und fast nie Lippenstift.
  • Meine Lieblinge sind im Moment Rouge Dior Brillant in den Farben 458, 468 und ein steter Begleiter ist auch noch der Lippenkonturenstift von Estee Lauder in der Farbe Rose.

Erzählst Du uns eine Anekdote aus Deiner Jugend? Wann und wie bist Du mit Make up in Berührung gekommen?

Meine Mutter hat es uns Mädchen nie verboten, dass wir auch schon mit 15 geschminkt aus dem Haus gehen durften. Sie selbst hat uns vorgemacht, dass man nicht verrückt ist, wenn man mehr als 30 Lippenstifte besitzt! Mein Look der 80er Jahre war typisch für die Zeit: knallblauer Lidschatten und passende Wimpern ebenso in blau (oder grün oder lila), keine Foundation, sondern eine dicke Schicht Puder und Perlmuttlippenstift! Aua!

Beautytools von Anita Freitag-Meyer fürs Beautyinterview im Schminktantenblog.

Anitas Lieblingstools

Wie hat sich Deine Einstellung zu Hautpflege und Make up über die Jahre verändert?

Ich liebe es mich ausgiebig zu pflegen und zur Kosmetikerin zu gehen – das war schon immer so und wird im Alter sicher nicht weniger werden.

Der schlimmste Fehlkauf in Sachen Beauty? Oder ein ganz besonderes Beautyerlebnis?

Mein schlimmster Fehlkauf war definitiv eine sündhaft teure Fruchtsäure Anti Age Serie, die mir eine Verkäuferin in einer Parfümerie angedreht hat. Ich war gerade mal 30 und war der Meinung, dass man ja nicht früh genug anfangen könne etwas gegen die Zeichen der Zeit zu tun. Die Serie war völlig falsch für meine Haut und die Katastrophe war perfekt, als sich während einer stressigen Messewoche meine Haut in Fetzen abziehen ließ! Da half kein Überschminken und nichts. Es ist erst nach Wochen richtig abgeheilt. Versierte Kosmetikerinnen sehen die Schäden heute noch unter ihrem Vergrößerungsglas.

Wie stehst Du zum Thema Schönheits-OP oder –eingriffe?

Ich habe nichts gegen Botox oder Filler. Da bin ich ganz entspannt und möchte auch so aussehen. Gegen eine verkniffene Zornesfalte kann man etwas tun und wenn ich mal was gemacht habe, darf das auch gern jeder wissen. Damit halte ich nicht hinter dem Berg. Aber ich habe was gegen Schnabellippen und zu starke Facelifts – das verändert zu extrem und wirkt oft lächerlich künstlich.

Hast Du ein Schönheitsideal? Jemand, von dem Du sagen kannst, dass er Dich beautytechnisch inspiriert?

Mein absolutes Schönheitsideal ist und bleibt für alle Zeit Romy Schneider. In diesem Gesicht kann ich versinken. In den Filmen „Die Dinge des Lebens“ oder „Swimmingpool“ war sie Anfang 30 und stand in der Blüte ihres Lebens. Ihr Look von damals, die zurückgenommenen Haare, die betonten Augen…das mag ich sehr.

Hast Du ein Beautygeheimnis, das Du verraten möchtest?

Ein Beautygeheimnis? Lächeln. Ja, lächeln, mit den Augen und dem Mund, das ist schon mal ein gutes Rezept und dazu eine gerade Haltung, ein aufrechter Gang und eine positive Einstellung zu dir selbst und zum Leben.

Liebe Anita, es hat viel Spaß gemacht, Dich auszufragen und Deine persönliche Beautygeschichte zu hören. Hab ganz vielen Dank dafür!

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