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Alles eine Frage der Form: Wem steht welche Brille?

In den letzten beiden Beiträgen habt ihr gelernt, wie sich kurz- und weitsichtige Brillenträgerinnen mit jeweils unterschiedlichen Augenformen optimal schminken können.

Gehen wir heute mal ganz an den Anfang zurück.
Ihr stellt fest, dass ihr nicht mehr ganz so gut gucken könnt wie ein paar Jahre zuvor und sowohl Augenarzt als auch Optiker bestätigen: eine Brille muss her. Ihr steht im Brillenfachgeschäft und wisst überhaupt nicht, wie euch geschieht. Nicht jeder Optiker hat ein so gutes Auge wie meine. Räusper…. das klingt echt arrogant, aber ich bin immer beeindruckt, wenn die liebe Frau Ertel zielgenau DIE Brille aussucht, die mir einfach am besten steht und ich dann auch genau DIESE Brille kaufe, auch wenn ich wenigstens 2 Stunden lang mindestens 30 Trillionen andere Modelle aufgesetzt habe. Und ebenso ergeht es meinem Mann und mittlerweile auch der Schwiegermutter. Früher Sonnenbrillen, jetzt meine erste Korrekturbrille… aber ich wiederhole mich…..
Ihr steht da jedenfalls im Brillenfachgeschäft und habt das Problem mit den Trillionen Modellen. Welche steht euch wirklich?

Ich habe nachgefragt, viel zu diesem Thema gelesen und werde euch heute ein paar super Tipps für den ersten Brillenkauf mit auf den Weg geben. Ein super Berater war mir der Künstler Martin Mißfeld, der zum Thema Brillenform wunderbare Infografiken gemacht hat, die ich Euch mit seiner Genehmigung hier zeigen darf. Darüber freue ich mich riesig, ihr werdet gleich sehen, warum! Mehr Information dazu bekommt ihr außerdem HIER.

Los gehts:
Die Wahl des richtigen Brillengestells hängt von mehreren Faktoren ab. Man beachte beim Brillenkauf Gesichtsform wie Augenabstand. Auch die Wahl der richtigen Breite spielt eine große Rolle, ob ein Nasenfahrrad gut ausschaut oder nicht. So wirkt beispielsweise eine Brille genau dann harmonisch im Gesicht, wenn sie genauso breit wie Selbiges ist. Schaut mal hier:

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©brillen-sehhilfen.de

 

Es gibt Menschen, die haben weit- oder engstehende Augen. Das richtige Brillengestell kann diese Laune der Natur ausgleichen. In der Grafik könnt ihr sehen, dass man mit weit auseinander stehenden Augen zusätzlich zu seiner Gesichtsform auch darauf ahcten sollte, dass die Brille einen kräftigen Steg hat, wohingegen eng stehende Augen Gestelle mit einem kräftigen Außenrand aussuchen sollten.

Brille, Brillengestell, Brillenwahl, Brillenform, Schminktante, Anja Frankenhäuser
©brillen-sehhilfen.de

 

Kommen wir zur Gesichtsform. Von schmal bis rund unterscheiden wir 5 Grundformen, die unterschiedliche Ansprüche ans Brillenmodell stellen.

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Oval

Im Idealfall habt ihr ein OVALES GESICHT. Herzlichen Glückwunsch: ihr habt den Jackpot, denn euch stehen ziemlich viele Brillenformen. Eckige Formen und gerade Kanten wirken im ovalen Gesicht sehr modern und machen es etwas strenger. Runde Formen verleihen Weiblichkeit.

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©brillen-sehhilfen.de

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Eckig

ECKIGE GESICHTER haben oft eine ausgeprägte Kinnlinie und oft tolle hohe Wangenknochen. Ihr Gesicht wirkt oft flächig. Runde Formen und schmale Fassungen nehmen kantigen Gesichtern die Härte und machen es optisch weicher.

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©brillen-sehhilfen.de

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Rund

Mondgesichter sind RUND. Sie wirken oft gutmütig. Mit der verkehrten Fassung können RUNDE GESICHTER leider schnell auch infantil wirken. Damit das nicht passiert und ein rundes Gesicht schlau und modern durchs Glas blickt, wählt bitte Formen mit geraden Kanten oder eine eckige Fassung, deren Gläser nicht zu groß, sondern eher länglich-schmal sind.

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©brillen-sehhilfen.de

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Trapez

Als verkehrtoval oder TRAPEZFÖRMIGE bezeichnet man Gesichter, die eine schmale Stirn und eher eine breite Kinnlinie haben. Ein Brillengestell, das einen horizontalen Ankerpunkt hat, gleicht optisch aus. Denn wenn das Gestell oben betont ist, wirkt das Gesicht oben breiter und unten schmaler.

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©brillen-sehhilfen.de

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Herz

In einem HERZFÖRMIGEN GESICHT dominiert der obere Bereich der Gesichtszüge, nämlich die Stirn. Es läuft nach unten schmal zu und hat oft ein kleines, spitzes Kinn. Hier wirken Gläser harmonisch, die der äußeren Kontur folgen, heißt: die untere Kontur steigt seitlich auf. Filigrane Fassungen und zierliche Oberrandbetonungen passen zu dieser Gesichtform gut.

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©brillen-sehhilfen.de

 

Jetzt sind hoffentlich alle Unklarheiten beseitigt. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim nächsten Besuch eures Optikers. Wenn ihr noch Fragen oder Anregungen habt, legt los und schreibt mir gern eure Kommentare dazu.

Hier geht es nochmal zu den beiden ergänzenden Beiträgen:

Make up für Brillenträger – Weitsichtig

Make up für Brillenträger – Kurzsichtig

Alles Liebe, Eure
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16 Comments
  • Na toll! Während du mit deiner neuen Brille extravagant und nerdig rüberkommst, muss ich „rundes Mondgesicht“ zum eckigen Gestell greifen, damit ich „schlau und modern durchs Glas blicke“ und nicht infantil erscheine. Ich bin gerade ein bisschen beleidigt *rückt ihre eckige Lesebrille resolut zurecht* 😉

    Im Ernst, liebe Anja, das war eine tolle Artikelreihe über Brille & Co. Danke dafür! <3

    Liebste Grüße,
    Valérie

    • schminktante
      Mai 20, 2015

      Ach liebe Valérie… ich finde ja, dass Du mit Deiner eckigen Brille genau das richtige Modell ausgesucht hast! Damit wirkst Du supercool und so ein bisschen streng (rrrrrrr…..) ;-). Stell Dir mal vor, Du hättest ne kleine Nickelbrille. Dann müsstest Du mir jetzt die Freundschaft kündigen. Hihi. Danke für Dein Kompliment!
      Alles Liebe
      Anja

  • Anka
    Mai 22, 2015

    Also, Brille kaufen ist ja ein wenig wie der Jeanskauf: langwierig und (manchmal) frustrierend. Diese Infografiken sind tatsächlich richtig klasse!

  • Joanna Abramovici
    Juni 2, 2015

    Hallo ,
    ich wollte mal fragen, ob es wichtig ist, dass man die Augenbraunen über die Brille sieht. Oder können sie unter der Brille versteckt sein?
    Danke für den Kommentar.

    Viele Grüße,
    Joanna

    • schminktante
      Juni 3, 2015

      Liebe Johanna,
      eine sehr gute Frage! Idealerweise sollten die Augenbrauen mit dem oberen Rand der Brille abschließen, um ein harmonische Gesamtbild zu geben. Ausnahme sind die großen, angesagten Nerdbrillen und auch bei Sonnenbrillen dürfen die Brauen hinter dem Gestell verschwinden, weil eine Sonnenbrille grundsätzlich anders im Gesicht wirkt als eine Korrekturbrille.
      Konnte ich helfen?
      Alles Liebe
      Anja

  • Alexandra Carstens
    Oktober 20, 2015

    Hallo,

    als “ Stammleserin “ der Modeflüsterin wurde ich zufällig auf Deinen Blog aufmerksam.
    Auch Deine Beiträge finde ich sehr ansprechend und vor allem lehrreich. Ich schreibe Dir,
    weil ich gerne Deinen Rat hätte.

    Berufsbedingt stelle ich gerade meine Garderobe um und suche in dem Zusammenhang auch eine neue Brille. Bei der Suche danach ergab sich eine Frage zur Brillenfarbe, die mir bisher keiner wirklich eindeutig beantworten konnte. Auch nicht eine hinzugezogene Beraterin. Vielleicht hast Du eine Idee. Sollte man bei der Farbe der Brille die Augenfarbe berücksichtigen und die Komplementärfarbe vermeiden ? Ich habe grüne Augen und Bedenken, eine rote Brille zu kaufen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Kontrast Spannung
    erzugt und damit im schlimmsten Fall Antipathie “ auf den ersten Blick „. Ist meine Sorge berechtigt ?

    Herzliche Grüße
    Alexandra

    • schminktante
      Oktober 21, 2015

      Liebe Alexandra,
      ich freue mich, dass Du zu mir gefunden hast und Dir meine Beiträge gefallen.
      Ich würde bei der Wahl der Brille die Augenfarbe nicht zwingend berücksichtigen, es sei denn sie sind stechend grün. Schau, welche Haarfarbe Du hast und wie hell oder dunkel Dein Teint ist. Je dunkler der Teint, umso besser funktionieren kräftige Farben. Geh von den Farben aus, die Du für Deine Garderobe ausgesucht hast. Die Brille soll ja zu möglichst vielen Kombinationen passen. Ich würde mich immer für ein kleines „Chamäleon“ entscheiden, als für ein plakatives Statement, das aber sonst mit wenig Garderobe harmoniert.
      War das ein bisschen hilfreich?
      Alles Liebe
      Anja

  • Alexandra Carstens
    Oktober 22, 2015

    Liebe Anja,
    vielen Dank für Deine kompetente Antwort. Aber es ist wirklich eigenartig. Je intensiver ich mich mit dem Thema beschäftige, desto unsicherer werde ich.

    Herzliche Grüße
    Alexandra

  • Ute
    Dezember 4, 2015

    Liebe Anja,

    auch ich bin Stammleserin der “ Modeflüsterin “ und durch einen direkten Link bei Dir „gelandet „. Ich suche eine Brille und in einem ( mir wichtigen Punkt ) weichen die Meinungen
    der niedergelassenen Optiker stark voneinander ab. Ehrlich, ich bin total kirre und benötige dringend eine völlig neutrale Meinung . Es wäre schön, wenn Du mir ( obwohl das online sicher nur bedingt möglich ist ) einen Entscheidungshinweis geben könntest.
    Mein Gesicht ist oval / eckig und weist markante Züge auf.
    Die Nase ist ein wenig groß . Durch eine sehr feine Gesichtshaut ist der Gesamteindruck dennoch freundlich. Nun kommt der besagte Punkt, bei dem sich die “ Geister scheiden “
    und mich ratlos zurücklassen. Ich habe einen sehr schmalen Mund und ebenso schmale Lippen. Dazu haben sich im Laufe der Jahre etwas hängende Mundwinkel hinzugesellt. Gerade wenn ich erst und konzentriert bin ( oder im Konfliktfall ) vermittel ich
    ( durch Mimik ) einen ( ungewollt ) strengen um nicht zu sagen, zickigen Eindruck. Genau diesen möchte ich nicht noch durch eine ungeschickte Brillenwahl hervorheben.
    Eine Verstärkung der dominanten Ausstrahlung halte ich für kontraproduktiv- allerdings darf auch durch ein Zuviel an Weichzeichner meine Presens nicht leiden.
    Verstehst Du was ich meine ? Hast Du einen Tipp für mich ?

    Herzliche Grüße und einen schönen zweiten Advent

    Ute

    • schminktante
      Dezember 6, 2015

      Liebe Ute,
      hui….da steckst Du ja ganz schön in der Zwickmühle, oder?
      Bei allem, was Du beschreibst, dominieren die härteren Züge in Deinem Gesicht, richtig? Schmale Lippen und etwas hängende Mundwinkel lassen die Mine oft streng wirken. Eine Brille mit ovalen Gläsern oder ein Gestell, das oben breiter ist als unten. So in Richtung Fifties-Look, wenn Du weißt, was ich meine. Keine klassische Fifties-Brille sondern eine Schmetterlingsform, die durchaus einen breiteren Gestellrand haben darf (damit Deine dominante Ausstrahlung nicht verloren geht). Farblich nicht allzu dunkel, damit es nicht zu drückend und streng wird.
      War das hilfreich?
      Ich hoffe, ich konnte helfen!
      Alles Liebe,
      Anja

  • Ina
    Januar 19, 2016

    Liebe Anja,

    ich bin unheimlich froh, Deinen Blog gefunden zu haben. Dank Deiner tollen Tipps habe ich schon viel gelernt. Im Moment beschäftigt mich das Thema Brille. Da ich noch nie eine hatte, ist das Thema natürlich absolut aufregendes Neuland. Bevor ich allerdings Optikerläden „stürme“, möchte ich mich selber etwas sachkundig machen. Obwohl ich schon viel gelesen habe, finde ich nichts zum Thema “ Bügelbreite “ und Sitz der Bügel bei den einzelnen Gesichtsformen. Ich habe beispielsweise ein langes Gesicht. Sollten die Bügel eher schmal oder eher breit sein oder ist diese Frage völlig nebensächlich ? Wäre super nett, wenn Du mir einen Hinweis geben könntest.

    Alles Liebe
    Ina

    • schminktante
      Januar 24, 2016

      Liebe Ina,
      darüber habe ich mir -ehrlich gesagt- auch noch keine Gedanken gemacht. So rein logisch würde ich dir jetzt zu Folgendem raten:
      – Wenn es ein dunkler Bügel sein soll, dann nicht zu breit. Der dunkle seitliche Balken schmälert durch seinen Schatten dein Gesicht zusätzlich.
      – Bei einem helleren breiten Bügel musst du schauen, wie er in deinem Gesicht wirkt. Hör da einfach ein bisschen auf deinen Bauch. Wenn der erste und der zweite Blick in den Spiegel innerlich kleine Jauchzer verursachen, dann mach ein Foto von vorn und von der Seite. Überzeugt dich auch das Foto, dann hast du DEINE Brille gefunden.
      Ich hoffe, diese wenigen Tipps helfen Dir ein bisschen weiter?
      Liebe Grüße
      Anja

  • Ina
    Januar 26, 2016

    Liebe Anja,

    danke für Deine Tipps.

    Herzliche Grüße
    Ina

  • Viktoria Maisner
    November 3, 2017

    Hallo zusammen,
    herzlichen Dank für diesen spannenden und informativen Beitrag zum Thema Brillen. Ich finde es ist nicht leicht die richtige Brille zu finden, die zu einem passt und die einem auch gefällt. Besonders schwer finde ich es immer für meine Tochter eine Kinderbrille auszusuchen.

  • […] Hier geht es zum Blogbeitrag der Schminktante: “Wem steht welche Brille?” […]

  • […] Transparente Fassungen haben sich zu den Lieblingen der Fashionistas entwickelt. Dieser Trend ist absolut en vogue aber gleichzeitig sehr dezent. Denn Brillen mit transparenten Rahmen sind super „Einsteigermodelle“, weil sie im Gesicht nicht sofort auffallen und so an das regelmäßige Tragen einer Brille gewöhnen. Im Gegensatz zu randlosen Modellen verschaffen transparente Gestelle dem Gesicht mehr Ausdruck. Je nach Gesichtsform und Augenabstand sollte man sein Modell aussuchen. Einen ausführlichen Artikel, welche Brillenform zu welchem Gesicht passt, findet ihr unter diesem Link. […]