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Beautyinterview: Im Bad mit Veralice-Gründerin Ulrike Keller-Knobelspies

Dieses Beautyinterview enthält unbezahlte Werbung/Verlinkungen.
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Heute habe ich eine Frau ins Beautyinterview geholt, von der ich viel lernen kann. Vor allem beeindruckt mich ihre Dynamik, die sie auch jenseits der 60 (die man ihr nicht ansieht) durchs Leben trägt. Sie sprudelt vor Ideen und Kreativität und denkt an alles, aber nicht an den Ruhestand. Die Rede ist von Ulrike Keller-Knobelspies. Sie ist Gründerin von Veralice, dem einzigen Kosmetik-Onlineshop, hinter dem 40 Jahre kosmetische Offline-Erfahrung stecken. Im kommenden Jahr werde ich mit Veralice die ein oder andere Kooperation umsetzen. Dann werde ich euch Veralice als Unternehmen natürlich auch noch eingängiger vorstellen. Heute fangen wir mal mit der Gründerin und Geschäftsführerin an.

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Bereit? Na dann los:

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Stellen Sie sich bitte kurz vor? Was sollen/dürfen die Leser*innen über Sie erfahren?

Mein Name ist Ulrike Keller-Knobelspis, aufgewachsen in einem kleinen Dorf (550 Ew), in dem die große weite Welt nicht existierte. 🙂 Meine Ausbildung zur Drogistin war das Tor zur Welt für mich. Mädchen auf dem Land hatten damals noch nicht wirklich Ziele – außer Mann und Familie. In der großen Landdrogerie lernte ich in der Reformabteilung Drogenkunde, unter anderem solche Sachen wie die lateinische Bezeichnung von Tausendgüldenkraut oder Huflattich, das Anlegen eines Herbariums, das zur Vorbereitung auf die Prüfung gehörte. Wir haben Wasserstoff und Salzsäure mit Schutzbrillen abgefüllt, denn damals kaufte man all diese Dinge in der Drogerie. Das interessanteste aber war die Kosmetikabteilung. In einer Glasvitrine waren die Kostbarkeiten (z.B. Elisabeth Arden) unter Verschluss.
Für mich war es immer das Highlight, wenn ich einer kosmetischen Beratung beiwohnen durfte. Schnell war es für mich klar: ‚Das ist eine Welt die ich kennenlernen will!‘ .
Nach der Lehre bewarb ich mich deutschlandweit als Drogistin. Ich landete in meiner Herzstadt München und besuchte 1971 die Schwabinger Fachschule für Kosmetik.
Bei einer großen Kosmetikfirma wurde ich später in Paris zur Make up Stylistin ausgebildet und lernte die Beautywelt kennen. 1977 eröffnete ich mein erstes Beauty-Institut. 1984 gründete ich die erste Kosmetik-Tagesfarm Deutschlands, die ich 2018 nach 41 Jahren Selbstständigkeit an eine ehemalige Mitarbeiterin verpachtet habe. Aktuell bin ich als Freelancer 2-3x in der Woche zur Betreuung meiner Stammkunden vor Ort.
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Verraten Sie uns Ihr Alter?

Ich bin 1950 geboren und nach dem Motto das heute 60+ ist das neue 50+ genieße ich auch dieses Alter.

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Welche Einstellung haben Sie zum Thema Beauty? Sind Sie eher ein Beautyjunkie oder halten Sie es im Badezimmer eher pragmatisch?

Mein Badezimmer hält nur das bereit was mein aktuelles Pflegeritual vorschreibt. Sich pflegen muss für mich so selbstverständlich sein wie Zähne putzen. Masken liebe ich allergings sehr und da gibt es dann schon mal zwei, drei zum abwechseln und nach Hautzustand im Schrank.

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Wie definieren Sie für sich den Begriff Schönheit? Was empfinden Sie als schön?

Schönheit ist für mich die Symbiose aus gepflegtem Erscheinungsbild und harmonischer Ausstrahlung.

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Beschreiben Sie die für Sie perfekte Hautpflege!

Perfekte Hautpflege läuft bei mir schrittweise ab:
Sie beginnt mit einer Reinigungscreme die man gut abwaschen kann und einem unbedingt milden Eye Make up Remover. Ohne Tonic ist für mich die Reinigung nicht abgeschlossen. Dann folgt die Zonenpflege (die in meinem Alter und eigentlich ab 35+ ganz wichtig ist). Dazu gehören ein Fältchenbooster, ein Serum, eine Augencreme und die eigentliche Pflegecreme! Alles muss eine super angenehme Textur habe und schnell einziehen. Der Duft darf nur leicht frisch sein, auf keinen Fall stark parfümiert.
Klingt nach ellenlanger Prozedur, dauert aber wirklich nicht lange. Dieses Beauty-Layering (die Pflege in Schichten ) empfehle ich auch meinen Kunden schon seit Jahren. Der Erfolg ist auf Dauer zu sehen – ein frisches, klares Hautbild, dass die Zeichen der Zeit ein wenig verwischt.

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Welche Utensilien dürfen in Ihrer täglichen Make up Routine nicht fehlen?

Seit meinem 17. Lebensjahr schminke ich mich täglich. Im Sommer eine leichte Tönung mit Lichtschutz, z.B. von Valmont „Time Perfection“. Im Winter bevorzuge ich eine deckendere Textur, wie beispielsweise das Make up von Eva Garden. Ohne losen Puder und einem natürlichen Rouge gehe ich nicht außer Haus. An den Augen komme ich mit wenig aus: Highlighter nicht zu glänzend, sonst betont er die Fältchen. Dann ein mattes grau als Shadow und auf jeden Fall den Wimpernkranz mit Eyeliner betonen und sorgfältig Tuschen. Lippen je nach Garderobe. Von Eva Garden gibt es einen super Longlasting Lippenstift. Ich schaue höchstens 1 x am Tag nochmal in den Spiegel um vielleicht etwas zu pudern und die Lippen neu zu konturieren.

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Erzählen Sie uns eine Anekdote aus Ihrer Jugend? Wann und wie sind Sie mit Make up in Berührung gekommen?

Mein Vater wollte seine Tochter am Anfang nicht geschminkt sehen uns so habe ich in der Lehrzeit im Bus, auf dem nach Hause Weg, immer ein kleines Abschminkritual vollzogen. Meine Freunde haben sich dabei immer köstlich amüsiert. Künstliche Wimpern waren ja Anfang der Siebziger sehr in und ich habe sie natürlich mehrmal benutzt und abends an den Spiegel gepappt. Ein Freund schaute sich das mal an und meinte morgens: ‚Du hast Deine Eileiter vergessen!‘ – er kannte sich nicht so aus und meinte wohl Eyeliner -:) .

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Wie hat sich Ihre Einstellung zu Hautpflege und Make up über die Jahre verändert?

Hautpflege ist noch spezieller geworden, also immer genau abgestimmt auf den jeweiligen Hautzustand. Das Make up ist natürlicher geworden und unkomplizierter.

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Der schlimmste Fehlkauf in Sachen Beauty? Oder ein ganz lustiges/ schlimmes / schönes Beautyerlebnis?

Eine Maske mit Goldschimmer, die einen besonderen Glow bringen sollte. Das Zeug klebte und ich habe es wohl zu lange auf der Haut gelassen. Ich musste soviel reiben um die Maske zu entfernen, dass von Glow keine Rede war. Dafür war ich relativ lange krebsrot im Gesicht. Die Verabredung zum Abendessen ließ ich dann sausen.

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The worst case: Sie stranden ohne jegliches Gepäck in einer fremden Gegend. Welche Beautytools müssen Sie jetzt unbedingt besorgen?

Das ist mir in jungen Jahren tatsächlich passiert. Mein damaliger Freund (und mittlerweile seit 42 Jahren mein Ehemann) ist mit mir nach Venedig gefahren. Er hat das Beauty Case nicht in den Kofferraum gepackt. Er ist beinahe bei meinem Aufstand explodiert. Als erstes musste ich in eine Parfümerie: es gab damals bei den Visagisten einen Abschminktrick: Nivea Creme. Die musste also her. Außerdem eine Feuchtigkeitscreme. Dann ein Make up und wenigstens ein Eyeliner Stift und Lippgloss. Der Etat war knapp und zu Hause gab es ja all die schönen Sachen. Das ist mir nie mehr passiert und heute noch in Erinnerung!

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Thema Anti Aging: Wie gehen Sie damit um, dass sich Ihre Haut mit zunehmendem Alter verändert?

Gelassen! 🙂
Ich habe es in meinem Beruf als ganz wichtig angesehen, den Frauen die Angst vor dem Alter zu nehmen. Gepflegte Falten gehören dazu – ungepflegte Runzeln lassen uns älter erscheinen. Also hat es jeder in der Hand etwas zu tun. Wenn ich einen ganz schwungvollen Tag habe und mich wie 40 fühle dann zeigt mir der Spiegel: das bin ich doch nicht mehr – aber ich fühle mich gut dabei.

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Wie stehen Sie zu Schönheits-OP’s bzw. –eingriffen ?

Ich selbst habe mir mit Ende 40 die Oberlider straffen lassen. Das würde ich wieder tun, denn schöne offene Augen sehen einfach gut aus. Man sollte damit auch nicht zu lange warten. Ein Full Face Lifting ist nur dann angesagt, wenn ein Gesicht mit hängenden Konturen schon sehr früh altert.
Super finde ich die heutigen minimalen Eingriffe wie z.B. eine Auffrischung mit einer Hyaluron Unterspritzung. Aber nur gefühlvoll um das Gesicht sozusagen weich zu zeichnen. Entsetzlich finde ich es, wenn sich ein Gesicht so verändert, dass man die Person darin nicht mehr wieder findet. Es muss schrecklich sein, in den Spiegel zu schauen und sich nicht mehr zu erkennen. Ich finde wir Frauen sollten uns hier nicht so manipulieren lassen.

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Haben Sie ein Schönheitsideal? Jemand, von dem Sie sagen können, dass er Sie beautytechnisch inspiriert?

Meryl Strepp ist eine Ikone die das älter werden gut verkörpert.

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Haben Sie ein Beautygeheimnis, das Sie an die Leser weitergeben möchten?


Niemals anfangen aufzuhören! Denn Hautpflege ist in jedem Alter wichtig. Und mit etwas Humor und Gelassenheit in die Jahre hinein spazieren. Etwas Beauty Disziplin ist natürlich schon angesagt und nicht immer ganz einfach. Aber mit dem Satz“ ich bin schon etwas länger jung“ stellt sich keine Diskussion ums Alter ein.

DIE INNEREN WERTE ZÄHLEN, SCHÖN WENN MAN DABEI NOCH GUT AUSSIEHT!

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Dem kann ich jetzt nur noch ganz wenig hinzufügen. Vielen Dank für Ihre Zeit im Beautyinterview liebe Frau Keller-Knobelspies. Sie sind eine der Frauen, von deren Erfahrung wir alle lernen und ihrer Dynamik nacheifern können!

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Alles Liebe, Eure
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